Gerhard Binggeli / I bsinne mi

by Manuela Hofstätter on 17. September 2014

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In seiner Bubenzeit erlebte er Lehrermangel und vernahm vom Zweiten Weltkrieg einiges. So spielten alle Kinder Krieg und er hat damals einen grossen Schutzengel gehabt, sein Augenlicht hätte er fast verloren im Spiel. Vielleicht hat er darum sein Leben lang so gut gesehen, mit Augen und Herz. — Sein Auge geworfen hat er rasch auf die richtige Frau an seiner Seite, bis heute sind sie gemeinsam unterwegs auf ihrem bunten Lebensweg. — Wüsset dir, was das heisst u bedütet: der Schopfgäbel mälche? — Unterwegs sein, zu Fuss und in Berlin, Erfahrungen gemacht haben im Osten und im Westen und dann der Zufall; dort sein, wenn die Mauer fällt. — Wir lernen die Geschichte von einem wahren Pferdeflüsterer kennen, und wie er gestorben ist. — Von schönen, unvergleichbaren Worten der berndeutschen Mundart, zum Beispiel: Längizyti. — Geschichten und Freundschaften aus der Zeit, als viele Internierte in der Schweiz waren. — Begebenheiten aus fremden Ländern, wenn Sprache kein Hindernis ist und Ziele und Lösungen doch gefunden werden. — Wo ist Stefan Zweig begraben und wie gefallen ihm die weissen Rosen auf seinem Grab? So kurz wie sie dort sind manchmal.

Gerhard Binggeli / I bsinne mi

Fazit: Wüsset dir, was das heisst u bedütet: der Schopfgäbel mälche?
Gerhard Binggeli hat Jahrgang 1930, seine Geschichten sind regelrecht jung und erfrischend, weltoffen und voll von interessanten Begebenheiten mitten aus dem Leben und aus der ganzen Welt. Ich habe also freudig Mundart gelesen, sein Berndeutsch hat mir gut gefallen und er erklärt “seine” Mundart gleich in einer Geschichte. Wir erfahren allerhand Wissenswertes über Länder, Menschen, Menschlichkeit und staunen, welch reiches Leben der Autor und seine Frau doch haben.

Meine Wertung: 7/10

Gerhard Binggeli / I bsinne mi – Gschichte vo hie u dert
Verlag: Zytglogge, Seiten: 115

Isch unheimlich guets Buech, chasch eifach nid bespräche, muess me läse!
Läseprob hie: http://issuu.com/zytgloggeverlag/docs/binggeli_ibsinne_leseprobe

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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