Gudrun Helgadottir / Blaubeeren und Vanilleeis

by Manuela Hofstätter on 21. August 2013

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Tumi lebt auf einem etwas abgelegenen Hof in Island und er weiss schon mit seinen acht Jahren genau, dass er am schönsten Platz der Welt zu Hause ist. Er lebt auf dem Wallhof mit seinen Schwestern Vildis, der kleinen Vala, der allerbesten Mama der Welt und mit seinen lieben Grosseltern. Darum fehlt ihnen Papa kaum und sie gehen ihn ja auch manchmal besuchen. Der Papa, der hat halt eine andere Frau lieb jetzt, Tumi ist das recht egal, immerhin hat Papa keine anderen Kinder mit der Frau, bloss einen Hund, allerdings einen etwas doofen, ständig beisst das Viech jemanden. Mama ist fast immer fröhlich, sie verkauft ihre Töpferware und ist eine gute Künstlerin. Einzig, wenn es um den Naturschutz geht, da kann Mama richtig wütend werden, sie kämpft für die unberührte Natur und geht sogar an Demonstrationen, wenn es eine Situation erfordert. Tumi darf immer seine Kumpels auf den Hof bringen, und weil Geld bei ihnen knapp ist, gibt es fast immer Marmeladenbrote, aber sehr leckere. Vildis allerdings kriegt immer eine Wut im Bauch, wenn die Jungs so viel wegfuttern, sicher haben deren Eltern alle viel mehr Geld als ihre Mama, aber typisch Jungs, denkt sie. Tumi mache sich deshalb keine Sorgen, er ist ein grosser Denker, ihn stört es, dass Mama nicht einen Mann an ihrer Seite hat. Einer, der sie mal in den Arm nimmt, sie mal ausführt, eben so, wie es erwachsene Paare machen und er ist fest entschlossen, einen Mann für seine Mama zu besorgen. Tumi findet auch bald den richtigen Mann. Dieser ist gut aussehend, hat zwei Söhne, welche er auch alleine erzieht, da seine Frau verstorben ist und er ist Filialleiter bei der Bank im Ort. Genau der Richtige, denkt sich Tumi und spaziert mit seiner Sparbüchse direkt in dessen Büro. Als das grosse Geburtstagsfest von Mama naht, sorgt Tumi dafür, dass der Filialleiter eine Einladungskarte bekommt, sicherlich wird er kommen und sich in Mama verlieben. Das Fest auf dem Wallhof wird ein voller Erfolg und der Filialleiter der Bank, der kommt tatsächlich. Doch es handelt sich nicht um Tumis Favoriten, nein, ein viel älterer Herr erschient und erst noch in Begleitung. Tumi wird ganz bang ums Herz, aber diese Gäste stellen sich dann doch noch als Glücksfall heraus und Mama ist richtig stolz au Tumi. Auf dem Wallhof passiert noch so einiges, und wer weiss, vielleicht klappt es ja mit dem jungen Banker, den Tumi eigentlich im Visier hatte, doch noch.

Fazit: Kleiner Junge sucht Mann für seine Mutter.
Ein feines Kinderbuch, eine Prise Liebe und Achtung zur Natur, eine Familie, die zusammenhält und ein Junge, der gerne einen Mann für seine Mama finden will. Dieses Kinderbuch besticht durch einen einfachen aber kostbaren Ton und eine heitere Welt, auch wenn nicht alles ganz wie aus dem Bilderbuch dasteht. Für geübte Leseanfänger ab der zweiten Klasse, aber auch ein herrliches Buch zum Vorlesen.

Meine Wertung: 7/10

Gudrun Helgadottir, Leonard Erlbruch (Illustrationen) / Blaubeeren und Vanilleeis
Verlag: Dressler, Seiten: 143

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