Hansjörg Schneider / Hunkeler und der Fall Livius

by Manuela Hofstätter on 4. September 2007

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Eigentlich will sich Hunkeler von rein gar nichts stören lassen, er geniesst die Festtage mit seiner Geliebten im Elsass. Aber der erste Tag im neuen Jahr beginnt ungemütlich und mit der Fahrt zurück nach Basel. In einer Schrebergartenanlage am Stadtrand hängt der Grund für Hunkelers Rückkehr. Ein toter Mann, erschossen und eben aufgehängt mit einem Fleischerhaken am Gartenhäuschen. Die Ermittlungen gleichen einer unmöglichen Operation, denn die Schrebergärten befinden sich auf französischem Hoheitsgebiet und gehören somit in den Zuständigkeitsbereich von Colmar. Bald stellt sich heraus, das der Tote Anton Flückiger Schweizer ist, aus dem Emmental ursprünglich. Auf Spurensuche im Emmental muss Hunkeler feststellen, dass Anton Flückiger ganz andere Wurzeln haben muss, eine Vergangenheit mit Spuren im zweiten Weltkrieg zeichnet sich ab. Es gilt subtil vorzugehen in diesen Ermittlungen, zumal die Elsässer ein ganz eigensinniges und genug herumgeschoben gewordenes Völkchen sind. Auch die aus allen Ländern stammenden Schrebergartenbesitzer sind von ganz eigenem Schlag und es scheint Krieg zu herrschen in den Gärten. Aber bei gutem Wein und Trank lässt sich so manches regeln, sanft oder vehement, und Hunkeler weiss genau wie, denn er will möglichst schnell wieder ins Elsass und zu seiner Liebsten.

Fazit
Hunkeler muss man lieben, was für ein Mannsbild! Der Fall Livius ist durchaus spannend uns man liest ihn sofort zu Ende. Aber wichtig sind eben diese Zwischentöne, dieser Mann, der es versteht, die Menschen so zu nehmen, dass sie ihm und nur ihm ihr Vertrauen schenken. Bei all dem ist die Figur Hunki aber nicht ein langweiliger Gutmensch, nein, ein Charakterkopf und auch Choleriker! Herrlich!

Meine Wertung: 7/10

Hansjörg Schneider / Hunkeler und der Fall Livius
Verlag: Ammann, Seiten: 267

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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