Ingrid Noll / Kuckuckskind

by Manuela Hofstätter on 26. Juni 2008

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Anja hat keinen unerfüllbaren Lebenstraum, eigentlich will die Lehrerin Ende dreissig bloss eine glückliche Ehe, zwei Kinder und ein Häuschen mit Garten. Doch die Ehe ist schon gescheitert, denn eines Abends hatte sie ihren Mann Gernot mit einer andern erwischt, auf dem eigenen Sofa. So tut es denn auch weh, als Ihre Kollegin Birgit plötzlich schwanger ist, schliesslich waren sie als Ehepaare früher befreundet und Birgit und ihr Mann, wollten gar keinen Nachwuchs. Immerhin, die wunderschöne Birgit sieht gar nicht mehr so passabel aus und irgendwie scheint sie sich auch nicht so zu freuen über ihre Schwangerschaft. Höchste Zeit für Anja, wieder ins Leben zurück zu finden, dann wird es vielleicht auch noch etwas mit ihren Lebenswünschen. Anja findet eine wirklich schöne Wohnung im Haus eines ihrer Schüler. Der Vater des Schülers, ihr Vermieter, stellt sich als äusserst charmanter, witziger Mann heraus und das Beste überhaupt, er scheint schon fast Single zu sein. Als Anja im Haus Ihres Exmannes noch eigenes Hab und Gut herausholt, kann sie es nicht lassen, ein klein wenig zu Schnüffeln. Auf dem Telefonbeantworter muss sie die Stimme ihrer Kolegin Birgit vernehmen, welche verliebt vor sich hin brabbelt. Es darf nicht wahr sein, ihr Exmann und Birgit. Natürlich kann es Anja nicht lassen Birgits Mann zu informieren, der reagiert heftig, ahnte er nicht manchmal, dass sein Kind gar nicht sein Kind sei? Anja hat inzwischen mit ihrem Vermieter angebändelt, das Glück ist in greifbarer Nähe, doch die Unglückslawine welche sie losgetreten hat, rollt weiter und weiter und nimmt Ausmasse an, welche Anja nie geahnt hätte.

Fazit
Ja ja, das liebe Leben und was es uns manchmal so bereit hält, Ingrid Noll zeigt es uns in allen Schattierungen. Diese Geschichte ist wie ein Gewitter, langsam ziehen dunkle Wolken auf, dann erste Regengüsse und plötzlich Donnergrollen und Blitze… Ab und zu ist es einfach herrlich eine Noll zu lesen! Voila!

Meine Wertung: 8/10

Ingrid Noll / Kuckuckskind
Verlag: Diogenes, Seiten: 339

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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