Isabelle Condou / Pascals Bekenntnisse

by Manuela Hofstätter on 13. November 2007

Post image for Isabelle Condou / Pascals Bekenntnisse

Der alte Pascal lebt alleine im alten Bahnwärterhäuschen, die Geleise sind rostig und überwuchert, die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Seine Frau Lucie ist gestorben, nun hat Pascal noch eine einzige Gelegenheit sich zu unterhalten und lebendig zu fühlen, das wöchentliche Boulespiel. Beim spielen öffnet sich Pascal die ganze Welt. Allerdings ist er nicht so erfreut, als sich der neue Dorfschullehrer unter seine alten Freunde und ihn mischt um mitzuspielen. Als der Neue dann auch noch prahlend von einem kühnen Diebstahl erzählt, beginnt es im alten Pascal zu brodeln. Kein Kind von Traurigkeit war er, aber hat er auch wirklich voll und ganz gelebt? Pascal studiert den zehn Geboten nach und will sie unbedingt alle gebrochen haben. Auf ein paar kommt er sofort und auch Erinnerungen steigen an die Oberfläche, an seine vielen Fraueneroberungen, aber auch die Lebenslüge. Lucie hätte sich so sehr Kinder gewünscht, doch er hatte ihr nie gesagt, dass er keine zeugen kann. Schliesslich schafft es Pascal alle Gebote wieder zusammen zu bringen und er kann beruhigt sagen, dass er sie auch alle gebrochen hat, na ja, fast alle, den eines, das bleibt ungebrochen. Dafür kann aber der alte Filou feststellen, dass er Lucie wirklich geliebt hat und da er es ihr nicht mehr sagen kann, findet er einen anderen Weg

Fazit
Er ist ein Schelm dieser Pascal, er tischt uns auch manch derbe Erinnerung aus seinem Leben auf. Aber es mischt sich auch immer ein melancholischer Ton mit dazu und eine wohltuende freche Prise Humor. Auf jeden Fall kriegt man Lust am Leben beim Lesen und das heisst eben manchmal auch, über gewisse Regeln hinweg zu hüpfen.

Meine Wertung: 6/10

Isabelle Condou / Pascals Bekenntnisse
Verlag: Hoffmann und Campe, Seiten: 192

Share on Pinterest
There are no images.
Share with your friends










Submit

{ 0 comments… add one now }

Leave a Comment