Jens Eisel / Hafenlichter

by Manuela Hofstätter on 7. Februar 2015

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St. Pauli, der Hamburger Hafen, die Reeperbahn und irgendeine Kneipe. Dort hat er sie gefunden, geliebt und dann verlassen. Die Geschichte eines Mannes, der nach langer Zeit einmal wieder in Hamburg ist und seiner Jugend und der ersten Liebe in Gedanken nachgeht… Eine Chance bekommen, das ist alles was er will und kurz bevor er in einem Tattooschuppen seinen Traum verwirklichen kann, holt das Schicksal ihn wieder ein… Alt ist er geworden und doch, noch mag er seiner Arbeit nachkommen, seine Autowerkstatt und die Oldtimer, das ist sein Lebensinhalt. Hätte er bloss jemanden, der ihm zur Hand geht, einen fähigen Burschen an seiner Seite… Da plötzlich hat der Vater ihn verlassen, nur zwei Jahre wollte er auf der Bohrinsel arbeiten, doch daraus wurde nichts… Diese und viele weitere Fragmente und Geschichten aus Hamburg und seiner rauen Umgebung rühren uns an, manches erfahren wir, vieles erraten wir zwischen den Zeilen, aber immer regen sie unsere Gefühle und unsere Fantasie an, die Menschen in Jens Eisels Geschichten.

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Fazit: Seemannsgarn, fein gesponnen!
Diese Kurzgeschichten zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht zu viel sagen und doch soviel über die Menschen im und rund um den Hafen verraten. Ein roter Faden zieht sich durch die Geschichten, sie sind eben schon verwoben und wachsen mit der Zeit zu einem richtigen Tau heran. Unter die Haut gehen diese Stories, roh ist oft das Leben der Seebären oder Menschen, die wir kennen lernen, doch fein sind ihre Geschichten. Die Gefühle, die sie in uns auslösen sind wie Sonnenstrahlen, die durch Nebel brechen.

Meine Wertung: 7/10

Jens Eisel / Hafenlichter
Verlag: Piper, Seiten: 137

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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