Jeremy Massey / Die letzten vier Tage des Paddy Buckley

by Manuela Hofstätter on 15. Dezember 2016

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Seit etlichen Jahren arbeitet Paddy Buckley beim selben Bestattungsunternehmen in Dublin, sie sind alle ein eingeschworenes, rechtschaffenes und solides Team, so bekommt man in dieser Branche einen guten Ruf. Paddy kennt den Tod, er ist ihm vor gut zwei Jahren sehr nahe gekommen, hat ihm seine Frau und deren ungeborenes Kind entrissen, seither hat Paddy nicht mehr geliebt, der Verlust hat ihn hart getroffen. Als eine attraktive Witwe Paddys Innerstes und auch sein Äusseres berührt, kommt es zum Höhepunkt, der für die Witwe allerdings auch gleichzeitig das Ende bedeutet. Paddy muss mit diesem schrägen Verlust zurechtkommen und handeln. Dies tut er und bewahrt seine Ehre als Bestatter. Dumm nur, dass diese Woche schlimm weitergeht, denn Paddy fährt des Nachts, verwirrt noch von seinem Tun, einen Mann über den Haufen, keinen geringeren als den gefährlichsten Mafioso, den Dublin hat. Der Kerl ist auf der Stelle tot, Paddy flieht und kurze Zeit später darf er zum Bruder des Mafiosos, denn dieser hat das beste Bestattungsunternehmen in Dublin ausgewählt. Es kommt, wie es kommen muss, diese Woche nimmt einen immer verrückteren Verlauf und stellt alles auf den Kopf, nicht nur im Leben von Paddy Buckley.

Fazit: Morbide, böse, aberwitzig, genau das Richtige für Heileweltphobiker!
Einfach schräg ist dieser Roman, vielmehr auch Thriller für mich, denn die schlimmsten Mafiosi von Dublin sind nicht zimperlich, wenn sie sich rächen. Bei dieser Lektüre wird uns ein gewisses Mass an morbidem Humorverständnis abverlangt, welches ich absolut habe, insbesondere auch im Dezember. Zudem, glauben sie mir das nur ruhig, ist dieses Buch auch absolut herzerwärmend, denn Paddy Buckley ist ein wahrlich feiner Mensch und der Autor, der ihn erschaffen hat, hat mit diesem Debut gezeigt, was er kann! Herrliche Lektüre ist das, mehr davon bitte, oder ich garantiere für nichts mehr.

Meine Wertung: 8/10

Jeremy Massey / Die letzten vier Tage des Paddy Buckley
Verlag: carl’s books, Seiten: 272

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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