Jorge Bucay / Geschichten zum Nachdenken

by Manuela Hofstätter on 2. September 2006

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Da ist zum Beispiel die Stadt ohne Menschen, in welcher einfach bloss Brunnen lebten. Plötzlich kamen diese auf die Idee sich viele Dinge zu kaufen und sich damit aufzufüllen, die Reichen quollen bald über, um mehr Güter ansammeln zu können, bauten sie an. Aber ein Brunnen wollte dies nicht, er hatte den Mut immer tiefer und tiefer in sich zu gehen und allem Materiellen zu entsagen, da plötzlich sprudelte in ihm eine Wasserquelle empor und erfüllte ihn mit tiefer Zufriedenheit. Zu seinem grossen Glück kam dann bald ein anderer zufriedener Brunnen dazu und sie staunten über das Wunder ihrer Gemeinsamkeit. Oder aber, die Geschichte eines Mannes, der auf einem wunderschönen Friedhof im Tränen ausbricht, als er bemerkt, dass auf allen Grabsteinen eine äusserst kurze Lebensdauer steht, starben hier so viele Kinder? Ein Mann kommt auf ihn zu, er kann ihm die Tränen trocknen. Diese Verstorbenen auf dem Friedhof, begannen ab dem fünfzehnten Lebensjahr alle Zeiten, in welchen sie absolut Glücklich waren in ein Buch zu schreiben, wenn sie starben, kam also nur diese Zeit auf den Grabstein. Denn diese Menschen glaubten, dass nur die glückliche Zeit richtige Lebenszeit war.

Fazit
Diese und viele andere Geschichten Bucays, wollen uns hier vor Augen führen, wie kostbar unser Leben ist und dass nur wir höchstpersönlich daraus machen können, was wir wollen. Ich persönlich bevorzuge Bucays erstes Buch in deutscher Übersetzung: Komm, ich erzähl die eine Geschichte.

Meine Wertung: 5/10

Jorge Bucay / Geschichten zum Nachdenken
Verlag: Ammann, Seiten: 136

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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