Jorn Riel / Vor dem Morgen

by Manuela Hofstätter on 28. November 2006

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Der Inuit Stamm ist grösser geworden, es gilt ein neues Heim für eine Familie zu bauen. Das Volk konnte einen riesigen Fang an Vögeln Fischen und Robben erjagen, es ist ein legendärer Sommeranfang, alle sind glücklich. Es wird gefeiert und einer der Ältesten erzählt Geschichten von früher, wie etwa diejenige, als ein schwarzes Geisterboot, welches von alleine durchs Meer geschwommen kam, das Volk besuchte. Die Geister waren fast wie sei, bloss hatten sie hellere Haut, sie nahmen freudig Robbenfelle mit und schliefen auch bei den Inuitfrauen, das Volk war glücklich, die Geister wollten ihnen nichts böses. Sie liessen gar viele Geschenke zurück, Nadeln, aus einem Material, wie dies das Volk noch nie sah und Wasser mit einer berauschenden Wirkung. Nun darf die Grossmutter Ninioq mit ihrem liebsten Enkel Manik den Sommer auf einer kleinen unbewohnten Insel vor der Küste Grönlands verbringen. Die beiden haben den Auftrag, dort das Fleisch des reichen Fanges zu trocknen. Manik erlegt die erste Robbe seines Lebens, später tötet er mit Ninioq gar einen Hai und Wölfe. Die beiden erleben einen so glücklichen Sommer, einen Sommer fast wie ein ganzes Inuitleben. Es ist Herbst geworden, die Boote, welche die Beiden zurückholen sollten bleiben aus. Die Wahrheit, eine unruhige Vorahnung in Nanioqs Seele, ist grausam, doch Nanioq ist alt stark und weise, sie tut das Richtige.

Fazit
Ein wunderbarer Roman, der uns das spannende Volk der Inuit näher bringt. Faszinierend, wie die Menschen und Völker anders waren und doch gleich geblieben sind bis Heute. Bei den Inuit war die Unterwelt, das was wir den Himmel nennen, die Oberwelt die Hölle. Dies und vieles mehr erfahren wir in Riels Roman. Der Roman erschien in dänischer Originalausgabe im Jahr 1975 und nun im 2006 erstmal auf deutsch, zum Glück!

Meine Wertung: 7/10

Jorn Riel / Vor dem Morgen
Verlag: Unionsverlag, Seiten: 189

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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