Jürg Halter / Hoffentlich verliebe ich mich nicht in dich

by Manuela Hofstätter on 30. März 2015

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Zum Glück kommt es bei den Gesprächen der Bäume nicht zum Blattinfarkt, die Masseneinwanderung ist natürlich ein Thema, das sehr ungesund sein kann.

Wenn aus Herrn Zimmermann Herr Zimmermännchen wird, ausgerechnet in demjenigen Moment, als er so sehr Mann sein wollte, dann stört das keine Banane, wohl aber eine feine Dame.

Mein Lieblingstext aber heisst: Monolog einer Pfütze. Was die Pfütze so zu sagen hat, das hat mein Auge nicht trocken gelassen. Ich möchte so gerne einmal in einer Pfütze stehen und küssen.

Jürg Halter / Hoffentlich verliebe ich mich nicht in dich

Fazit: Sprachakrobat und Philosoph?
Endlich habe ich einen “Jürg Halter” gelesen, ich kannte ihn ja peinlicherweise nicht. Eine persönliche Begegnung in der schönen Stadt Bern aber wirkte. Das Buch, ein dünnes, schimmerndes Bändchen ist schön in den Händen zu halten, das Papier der Seiten fühlt sich fein an, die Fotos passen auf schräge Art und Weise zu den Texten. Die Texte? Ich kann das nicht beschreiben, man muss ihn einmal lesen, erfahren und selber entscheiden, was man vom “Halter” halten will. Bei mir erzeugten die Texte von Kopfschütteln über das Gefühl, ich kapiere hier wohl gar nichts bis hin zu, au doch, das gefällt mir jetzt aber und doch, ich hab einen Lieblingstext, so ziemlich alle Gefühlsvariationen. Ich finde das eigentlich äusserst beeindruckend!

Meine Wertung: 6/10

Jürg Halter (Fotos: Huber.Huber) / Hoffentlich verliebe ich mich nicht in dich
Verlag: Patrick Frey, Seiten: 160


Aus “Wir fürchten das Ende der Musik”, Gedichtband, Wallstein Verlag, 2014

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