Karin Richner / Sind keine Seepferdchen

by Manuela Hofstätter on 24. Juli 2006

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Die Icherzählerin, lebt in einem grossen Haus, ist sehr jung und noch einsamer. Die Eltern und die Schwester sind weg, ausser Lande. Ein Zimmer im Haus, das Zimmer der Schwester, Anna, ist noch genau so, wie es verlassen wurde. Dort sitzt sie, die zurückgebliebene oft, sie fühlt sich Anna dann nah und schwelgt in Erinnerungen. Immerhin ist noch die Katze da, Kasimir, eine Dame, also die Kasimir. Die Stille im Haus wird unerträglich, und als ihr Martina, die sie von der Kneippe kennt, ihre Wohnungsnot beichtet, da bietet sie Martina an, vorübergehend bei ihr zu wohnen. Eigentlich war ihr Martina doch sympathisch, aber nun füllt sie das Haus mit ihrem Duft, dem ureigenen und der passt einfach nicht ins Haus. Noch dazu will Martina Schranken niederreissen, will reden, verstehen und helfen. Sie flüchtet, aus dem eigenen Haus, landet in einer WG. Nie ist das Leben lebenswert, es gibt Momente, die geben Linderung. , etwa wie auf dem Dach des Einkaufszentrums zu sitzen, immer und immer wieder. Doch sie will wieder ins Haus, Martina muss weg, dann ist die Wahrheit ausgesperrt, doch irgendwann wird sie sich der Tatsache stellen müssen.

Fazit
Es sind die ganz kleinen Abläufe von Dingen und Menschen, welche die junge, schweizer Autorin uns so sonderbar nahe bringt. Dahinter versteckt sich eine grosse, verdrängte, traurige Wahrheit . Ein seltsames Buch, mit Nachhall…

Meine Wertung: 7/10

Karin Richner / Sind keine Seepferdchen
Verlag: Bilgerverlag, Seiten: 103

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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