Karl Olsberg / Glanz

by Manuela Hofstätter on 6. Mai 2011

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Anna ist völlig verzweifelt, ihr Sohn Eric liegt im Wachkoma im Spital, sie hat ihn über seinem Laptop zusammengebrochen vorgefunden. Ja, sie ist enttäuscht gewesen, dass ausgerechnet ihr Sohn dermassen oft seine Zeit mit Computerspielen verbracht hat, aber nun zu vernehmen, dass der Zusammenbruch einer Droge namens Glanz zuzuschreiben ist, das erschüttert Anna vollends. Ihr Eric und Drogen, was hat sie nur falsch gemacht, sie wird kämpfen um ihren Sohn, egal wie, Eric muss aufwachen. Im Spital trifft Anna auf eine mitfühlende Krankenschwester, welche eine Tante mit besonderer Begabung hat. Nach innigem Anflehen durch Anna, erklärt sich diese Frau namens Emily dazu bereit, in Kontakt mit Eric zu treten. Sie kann die Seelen anderer Menschen berühren und deren Gedanken lesen, offenbar gelingt ihr dies und sie berichtet, dass Eric in der Fantasiewelt seines Computerspiels gefangen sei und sich dort quasi selbst verloren habe. Anna glaubt Emily aufs Wort und diesem komischen Spezialarzt, welcher ihren Sohn in seine Spezialklinik verlegen will, dem traut sie gar nicht und entführt Eric schliesslich gegen den Willen der Ärzte aus dem Spital. Die Hoffnung lässt Anna fast alles tun und glauben und als sie in Erics Schublade Pillen der Droge findet, zögert sie nicht, diese sofort zu konsumieren um ihrem Sohn näher zu sein. Das Experiment gelingt. Emily, Anna und Eric reichen sich die Hände und Anna ist in Erics Gedankenwelt und im Land des Computerspiels. Felsenspinnen, abartige Pflanzen und die Aufgabe, mit Eric das Tor des Lichts zu finden, lassen Anna immer mehr in die surreale Welt abtauchen. Anna ist sich ganz sicher, kann sie ihren Sohn im Spiel retten, wird er zu sich kommen und alles ist wieder gut. Als eine komische, schwarz vermummte Frau Anna berichtet, ihr Sohn sei verstorben und habe ebendasselbe Spiel wie Eric gespielt und ebendieselbe Droge konsumiert, da glaubt ihr Anna auch fast die verrückte Theorie, dass es sich dabei um ein geheimes Experiment handelt, welches Jugendliche durchs Spielen testet und schlimme Forschung betreibt an ahnungslosen Jugendlichen. Aber inzwischen ist Anna sehr weit abgedriftet und auch sie ist eine Süchtige der Droge “Glanz”. Kann sie Eric zurückholen?

Fazit
Einmal etwas Anderes lesen dachte ich mir und stelle fest, ich las diesen Thriller recht zügig. Vielleicht ist es die Angst einer Mutter um ihrem Sohn, welche so fesselt, oder aber auch die komische Ebene in der Spielwelt, in welcher es so manche Aufgabe zu bewältigen gibt oder gar die Verschwörungstheorie um das, was hinter alledem stecken könnte. Auf jeden Fall vermag der Thriller dann mit einem überraschenden Ende ein gutes Finale hinlegen und das tröstete mich gut über die kleinen Längen davor hinweg. Interessant auch folgende Neuheit: dieser Thriller erscheint parallel zum Buch als interaktives eBook, welches es kostenlos dazu gibt. Wer Spass daran hat, kann also den Thriller mit diversen anderen Varianten lesen.

Meine Wertung: 6/10

Karl Olsberg / Glanz
Verlag: atb, Seiten: 394

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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