Lani Yamamoto / Das Mädchen, das die Kälte fürchtete

by Manuela Hofstätter on 11. Dezember 2018

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Stína ist ein ganz normales Mädchen, nun ja, fast. Sie mag es nicht, wenn es kalt ist, denn sie fürchtet sich davor, zu frieren. Strümpfe mag Stína und Socken, welche über die Knie reichen. Eis würde Stína nie probieren und selbst im Sommer bangt ihr vor der kühlen Abendbrise, am besten ist es, wenn sie sich unter ihr Duvet aus Gänsefedern legt. Im Winter bleibt Stína einfach daheim, das ist nur eine Frage der guten Planung. Bücher lesen vor dem Kamin, eine gute Beschäftigung für Stína im Winter, oder sie forscht und plant, was man noch tun und erfinden kann, um sich vor der Kälte zu schützen. Stína ist also vollauf beschäftigt, sie bemerkt kaum die Kinder, die draussen spielen, und doch wird sie neugierig. Stína staunt, wie die andern Kinder draussen fröhlich sein können und allmählich fragt sie sich sogar, wie wohl Schneeflocken schmecken würden. Stína muss immer mehr gegen diesen kalten Winter tun und sie kommt kaum mehr aus ihrem Bett heraus. Da plötzlich, ein Klingeln an der Tür, die Kinder verlangen nach Einlass. Stína beeilt sich sofort, ein Feuer zu entfachen, die Kinder frieren sicherlich, doch nein, sie ziehen sich blitzschnell aus, sie scheinen zu schwitzen. Stína vernimmt, was die Kinder planen und erzählt von ihren Plänen, sie zeigt ihnen, wie man ohne Nadeln stricken kann und verrät ihnen ihr Rezept für die beste heisse Schokolade. Alle verabschieden sich nur widerwillig und Stína denkt viel nach in dieser Nacht, etwas geht einfach nicht auf in ihren Gedanken. StÍna geht hinaus in den Schnee, es ist schön, Schneeflocken schmecken gut und vor lauter Rennen und Lachen ist ihr richtig warm und beim Gedanken an ihre neuen Freunde wird ihr gleich noch wärmer.

Fazit: Kälte und Angst weichen Freundschaft und Wärme.
Dieses Bilderbuch ist herzerwärmend schön gezeichnet und erzählt. Stínas Weg aus der Angst und der Kälte ist berührend und zeigt auf wunderbare Art und Weise auf, dass Mut und das aufeinander Zugehen immer belohnt wird. Stínas Rezept für heisse Schokolade wie auch das Stricken ohne Nadeln ist ein Geschenk des Mädchens, das einen wichtigen Schritt macht in ihrem Leben und uns daran erinnert, dass alle Kinder wie auch alle Erwachsenen Ängste haben dürfen und diese überwinden können. Ein wunderbares Bilderbuch für Jung und Alt und alle dazwischen.

Meine Wertung: 8/10

Lani Yamamoto / Das Mädchen, das die Kälte fürchtete
Übersetzt aus dem Englischen von Lea Bosshart
Verlag: Helvetiq, Seiten: 44

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
Manuela Hofstätter

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