Lavanya Sankaran / Die Farben der Hoffnung

by Manuela Hofstätter on 27. Oktober 2014

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Anand lebt glücklich mit seiner Familie, seiner Frau Vidya und seinen Kindern in Bangalore, er möchte mit seiner kleinen Fabrik einen grossen Auftrag an Land ziehen und darum hat er alle Hände voll zu tun. Wenn die Fabrik den Auftrag bekommt, dann muss Anand ausbauen und darum ist er auf der Suche nach Land, das ist im aufstrebenden Ort ein schwieriges Unterfangen. Anand schenkt sein Vertrauen einem Immobilienmakler, den ihm sein Freund empfohlen hat, und will dabei möglichst korrekt vorgehen, was im korrupten Indien einem Kunststück gleichkommt. Schmiergelder an die richtigen Politiker zu bezahlen, dies ist eigentlich der Schlüssel zum erfolgreichen Landkauf. Aber dann hat Anand plötzlich grosse Probleme, sein Schwiegervater hat eigenmächtig auch einen Makler beauftragt, immer schon gab es Spannungen zwischen ihnen beiden, doch jetzt eskaliert alles in einem grossen Streit. Der abgewiesene Makler bedroht Anand, die Lage wird gefährlich. Vidya ist böse, weil Anand ihren Vater beleidigt hat, es herrscht richtig dicke Luft im Hause von Anand, dabei wird es für ihn doch auch in der Firma immer prekärer. Auch Kamala bemerkt, wie ihre Herrin Vidya, welche ohnehin eine launische Person ist, ganz besonders anstrengend ist in letzter Zeit. Kamala kann sich als alleinerziehende Mutter mit ihrem Sohn sogar eine kleine Wohnung leisten. Kamalas Leben ist von harter Arbeit geprägt, doch sie jammert eigentlich nie. Sie träumt davon, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Er scheint ein cleverer Bursche zu sein, einzig die Sorge, er könnte in schlechte Gesellschaft geraten, plagt Kamala. Doch dann erreichen Kamala zwei Nachrichten, eine wirklich Gute und eine richtig Schlechte, was soll sie bloss tun?

Lavanya Sankaran / Die Farben der Hoffnung

Fazit: Aus dem lauten, farbigen und aufstrebenden Indien.
Dieser Roman aus dem fernen Indien erzählt uns so vieles aus einem Land, welches wir nur schwer verstehen können und die Protagonisten im selben Haus, aber in völlig unterschiedlichen Welten, berühren uns mit ihrem Alltag. Ein faszinierender Einblick in ein buntes Land und eine Geschichte, die vom Leben und Überleben in Bangalore erzählt. Ehrlich, fesselnd und authentisch!

Meine Wertung: 7/10

Lavanya Sankaran / Die Farben der Hoffnung
Verlag: Diogenes, Seiten: 454

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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