Marc Michel-Amadry / Zwei Zebras in New York

by Manuela Hofstätter on 25. April 2014

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In Gaza gibt es einen ganz besonderen Menschen. Er ist Zoodirektor und er lebt für seinen Zoo, in der festen Überzeugung, dass die Kinder in dieser oft ungemütlichen Umgebung ein bisschen Glück und Lachen brauchen können, versucht er zu überleben. Aber seine zwei Zebras überleben nicht, sie sind wegen Futtermangels gestorben und waren doch die Lieblinge der Kinder. Der Zoodirektor beschäftigt sich lange mit der Qualität von Farben, dann malt er zwei Esel zu Zebras um. Die Kinder sind glücklich und so manch anderer Zoobesucher guckt erst verwirrt und bricht dann auch mal in schallendes Lachen aus, wenn die Zebras laut Iii-Ahh rufen. Ein Nahostkorrespondent gehört ebenfalls zu den Besuchern, erst schüttelt es ihn richtig durch vor Lachen, doch dann folgt das Weinen, er weint über so vieles, und er findet im Zoodirektor einen Freund. Diese Freundschaft bewegt die sonderbarsten Dinge, der Zoodirektor reist gar in das Land, welches er zum Feind erklärt hat nach Amerika und unter der Anleitung und durch die Kontakte zur Presse trifft er sich mit Politikern und es gibt Annäherungen zwischen Ländern, welche niemand je für möglich gehalten hätte. Die Geschichte der Zebras geht um die Welt und so gelangt sie auch zu Mathieu, einem Berater in Paris. Mathieu hat einen Durchhänger im Leben, er vermisst eine Frau. Seine Liebe hat um ein wenig Abstand gebeten und ist weggereist, weit weg. Mathieu beschliesst, dass er die Geschichte rund um die Zebras in einen Roman umwandeln will und diesen seiner Liebsten widmen möchte. Ja, so kommt es eben, dass eine Malerin in New York auf fabelhaften Umwegen auch wieder das findet, was sie braucht und eine DJ-Frau aus Berlin landet ebenso auf bezaubernde Art und Weise in New York. In New York treffen also fünf Menschen aufeinander und dies ist einfach pure Magie!

Marc Michel-Amadry / Zwei Zebras in New York

Fazit: Streifen machen Zebras
Basierend auf einer wahren Geschichte von verstorbenen Zebras im Gazastreifen im Jahr 2009 und angemalten Eseln als Ersatz zauberte dieser Schweizer Autor diese fast schon märchenhafte Geschichte. Ein Buch zum glücklich werden, eine Geschichte, welche zeigt, was couragierte Optimisten alles bewegen können. Ein Buch über die Liebe, den Frieden, Mut und das Glück. Einfach richtig herzerfrischend!

Meine Wertung: 8/10

Marc Michel-Amadry / Zwei Zebras in New York
Verlag: C. Bertelsmann, Seiten: 128

Manuela Hofstätter

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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