Margit Kruse / Rosensalz

by Manuela Hofstätter on 23. Januar 2017

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Margareta Sommerfeld ist Damenmodeverkäuferin, lebt in einem Wohnturm in der alten Zechensiedlung, sie hat gerade Ferien und erträumt sich auf der Wiese hinter dem Haus eine schönere Zukunft. Margareta ist mit einem Kommissar liiert, er ist gut aussehend ihr Stefan, eine wahre Augenweide, aber seit er bei ihr wohnt, stellt sich eine gewisse Ernüchterung ein. Stefan lässt sich gerne bedienen, gibt sich kaum mehr Mühe, Margareta Gutes zu tun, geschweige denn, im Haushalt mitzuhelfen. Gehässig stellt er jeweils fest, sie werde ja bestens versorgt vom Muttersöhnchen Sebastian, welcher in der Wohnung über Margareta wohnt und ihr wirklich ein guter Freund ist. Sebastian tut alles für Margareta, er bekocht sie lecker, hört ihr immer zu, wenn sie Kummer hat, hat immer ein gutes Glas Wein für sie. Sebastian wurde von seiner Frau verlassen, das hat ihn tief getroffen, er ist schon ein bisschen ein komischer Typ, liebt seine Mutter inniglich, sitzt viel bei ihr in ihrer Ruhrpott-Fressbude und spielt Karten mit ihr, welcher Sohn tut so was? Aber als Freund möchte Margareta Sebastian nicht missen, da lässt sie sich auch nicht von ihrem Kommissar dreinreden, die beiden Männer mögen sich gar nicht, und Margareta hofft schon, dass es Sebastian klar ist, dass sie einfach nur richtig gute Freunde sind. Leider wohnt auch Margaretas Mutter nicht weit und jetzt in den Ferien taucht sie ausgerechnet mit dem verhassten Onkel Gernot auf, einem hässlichen, fetten und üblen Lustmolch. Gernot hat seine Frau verloren und bei Margaretas Mutter Waldtraut schlüpft er nun in seiner angeblichen Trauer unter. Umgebracht wird dann allerdings eine Nachbarin, Barbara, sie gehörte zur Frauenkochgruppe in der Siedlung, bei welcher Margareta sich bewusst nicht beteiligt hat, Kochen ist wirklich nicht so ihr Ding. Aber betroffen ist Margareta von dem kaltblütigen Mord, nach einem Kochabend wurde Barbara auf dem Heimweg brutal erschlagen und der Mörder liess ein Gläschen Rosensalz bei ihr zurück. Margareta hat in der Vergangenheit bereits detektivisches Können bewiesen, natürlich kann sie ihre Neugierde nicht bremsen und ermittelt auf eigenen Faust, dies wiederum bringt Stefan in Rage, sie aber hat einen guten Draht zu dessen Chef, dem Hauptkommissar. Nach einem weiteren Kochabend ist die nächste Frau verschwunden, Inge, die Polizei scheint nicht in die Gänge zu kommen, Margareta muss handeln und sie hat auch schon einen Hauptverdächtigen, das Böse kam mit ihrem Onkel in die Siedlung und dieser hat sie tatsächlich auch schon bedroht. Margareta ermittelt, es hat ein paar dubiose Gesellen in der Siedlung, auch Inges Mann, der sich nicht so zu sorgen scheint, dass seine Frau verschwunden ist. Margareta gerät in Gefahr, gibt nicht auf, wird noch von ihrem Freund betrogen und agiert aber weiterhin. Lebt Inge vielleicht noch und wer ist der Rosensalzmörder? Margareta kocht nun doch auch, aber nur aus einem Grund, sie will ihn fassen, den Mörder.

Fazit: Dem Mörder die Suppe versalzen!
Ein amüsanter und zugleich spannender, süffig-leichter Krimigenuss, ganz anders, als die deftigen Gerichte, welche die Frauenkochgruppe auf den Tisch zaubert. Wobei, es wird dann schon noch heftig, wenn Margareta auf eigene Faust ermittelt und die ekelhaften, älteren, dubiosen Typen in der Siedlung ihr gefährlich werden. Ein Krimi mit einem charmanten Schuss Lokalkolorit, welchen man aber gut auf irgendeine kleine, eher etwas heruntergekommene Siedlung mit all ihren Menschen und deren Träumen und ihrem Leben adaptieren kann. Die Rezepte übrigens, die des bekannten Ruhrpottkochs Heinrich Wächter, befinden sich im Buchanhang.

Meine Wertung: 7/10

Margit Kruse / Rosensalz – Ein Ruhr-Krimi
Verlag: Gmeiner, Seiten: 301

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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1 Margit Kruse März 9, 2017 um 11:45 Uhr

Liebe Frau Hofstätter!

Vielen Dank für die schöne Rezi! Habe mich sehr gefreut!

Liebe Grüße
Margit Kruse

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