Maria Barbal / Wie ein Stein im Geröll

by Manuela Hofstätter on 30. Oktober 2007

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Conxa ist ein junges Mädchen aus einem kleinen Dorf in den Pyrenäen, ihre Familie führt ein karges und hartes Leben. Sie sind einfache Bauern. Nun aber wird Conxa weggegeben von ihrer Familie und ihrem Dorf, auch wenn sie noch so traurig ist, muss sie zur Tante gehen. Die kinderlose Tante und deren Mann, haben jede Menge Arbeit, Conxa fügt sich schnell ein in die neuen Verhältnissen, der Onkel ist ein schweigsamer, aber rechter Mann und auch die eher forsche kühle Tante hat das Herz eigentlich auf dem rechten Fleck. Conxas Leben ist eigentlich in guten Bahnen, hat sie sogar ihre grosse Liebe gefunden in Jaume, Jaume, der immer lacht und ganz komische Ideen hat. Jaume wird genau wegen seiner Gesinnung und seiner Leidenschaft für die neue Republik von den Männern des Francoregimes inhaftiert. Conxa trauert und versteht die Welt nicht mehr, so wie sie auch die neue Sprache nicht versteht,  aber sie hält einfach durch, egal was noch kommt. Ihr Leben endet in Barcelona, Conxa ist alt geworden und kann sich mit der Stadt versöhnen, denn sie weiss, nun kommt der Tod.

Fazit
Maria Barbals Roman wurde aus dem katalanischen übersetzt und er lässt uns teilhaben an einem Stück dieser Kultur und deren Geschichte. Es ist ein schnörkelloser Roman, aber diese knappe direkte Erzählsprache prägt sich in das Herz des Lesers ein. Ein Wertvolles Stück Zeitgeschichte und ein bewegender Einblick in einen Bürgerkrieg der uns  eher unbekannten Region.

Meine Wertung: 7/10

Maria Barbal / Wie ein Stein im Geröll
Verlag: Transit, Seiten: 123

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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