Marina Heib / Eisblut

by Manuela Hofstätter on 19. Februar 2008

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Uta Berger ist das Opfer eines Sadisten, sie wurde grausam zu Tode gefoltert. Dieser Fall ruft erneut die SoKo Hamburg auf den Plan, welche bereits einmal einen spektakulären Fall lösen konnte, damals musste allerdings der Chef der Truppe, Christian Beyer gehen, die Ermittlungsmethoden waren nicht so ganz nach der Norm gewesen. Die SoKo wird inzwischen etwas belächelt und ein Scheitern im neuen Fall wäre wohl ihr Ende. Das Team vermisst Christian und kann ihn tatsächlich wieder an Bord holen, auch die Psychologin Anna Maybach kann erneut für den Fall gewonnen werden. Christian und Anna waren ein Paar, aber es ging schief, ob sie vielleicht erneut zueinander finden? Das ganze Team würde es freuen, denn alle merken, das die Liebe noch vorhanden ist. Aber es steht viel Arbeit an, eine Spur führt in islamistische Kreise, das Opfer hat Orientalistik studiert und eine iranische Zeugin erkennt die Foltermethode aus eigener schrecklicher Erfahrung. Doch die Spur erweist sich als nichtig. Eher scheint es sich um sexuelle Folter zu halten, aber es gibt ja auch eine männliche Leiche, welche offensichtlich dem selben Täter zum Opfer gefallen ist. Die Geschichte der Folter hat viele abscheuliche Gesichter und gehört leider noch lange nicht der Vergangenheit an. Für Beyer und sein Team wird es wieder ein hartes Stück Arbeit und eben auch ein lebensgefährliches, aber hier ermittelt die SoKo Hamburg und das ist eine ganz spezielle Truppe.

Fazit
Dies ist der zweite Fall mit Christian Beyer von Marina Heib den ich lese und wiederum bin ich tief beeindruckt aber auch völlig fertig. Heib schreibt keine einfachen Kriminalromane, vielmehr zeigt sie Themen auf, welche hart und hässlich immer noch Realität sind und sie gibt uns schonungslos genau in diese Bereiche einen Einblick. Sicher nicht jedermanns Sache, aber für hartgesottene oder anspruchsvollere Krimifans genau das Richtige. Ich persönlich muss immer noch lange nachdenken über die Menschen dieser Welt, das ist es ja vielleicht, was die Autorin will…

Meine Wertung: 8/10

Marina Heib / Eisblut
Verlag: Piper, Seiten: 301

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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