Martin Suter / Allmen und die Dahlien

by Manuela Hofstätter on 9. Juli 2013

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Allmen hatte den Moment zum Eingreifen verpasst, vielleicht gar bewusst, den er liebte es, bedient zu werden. So gesehen waren zwei Hausangestellte schliesslich besser als bloss einer. Sein treuer Diener und mittlerweile gar Geschäftspartner Carlos hat langsam aber unausweichlich Maria, seine Geliebte, auch in den ohnehin besonderen Haushalt integriert. Maria ist talentiert und hübsch anzusehen, somit ist alles in Ordnung, einzig die Tatsache, dass sie wie auch Carlos illegal in der Schweiz ist, könnte das Glück trüben. Ein neuer Fall lässt Allmen einige Nächte im Schlosshotel verbringen, was ihm sehr entspricht. Eine Frau Talfeld hat im Auftrag ihrer Chefin, der alten Dame und Besitzerin des Schlosshotels, Allmens Dienste in Anspruch genommen. Als Allmen erfährt, dass es sich bei der alten Dame um Dalia Gutbauer, eine schwerreiche und untergetauchte Erbin eines grossen Imperiums handelt, ist er beeindruckt. Das Schicksal dieser reichen Frau hat ihn schon immer fasziniert. Nun will die alte Dame ein Dahlienbild des Malers Henri Fantin-Latour wieder in ihren Besitz bringen. Das Bild wurde gestohlen, allein der Diebstahl stellt ein Rätsel dar, denn es war sicher verwahrt und zudem wussten nur wenige Leute von diesem Bild. Die Polizei wird nicht eingeschaltet, da sich das Bild eben auch schon als Diebesgut bei Frau Gutbauer befindet, aber sie will es zurückhaben, koste es, was es wolle. Solche Worte hört Allmen natürlich gerne und schon beginnen er, Carlos und Maria mit der Jagd nach dem Bild. Bald aber stellt das ungewöhnliche Trio fest, dass sie sich wieder einmal in grosse Gefahr begeben und dieses Bild kommt sie so teuer zu stehen wie noch nie etwas zuvor.

Fazit: Luxuslesefutter für wertvolle Lesestunde. Amüsant, spannend, einzigartig. Ein neuer Fall für Allmen!
Der dritte Fall mit Allmen und seinem kuriosen Hintergrund ist herrliches Lesefutter und das Ende zeigt erfreulicherweise, dass Suter mit jedem Fall noch ein bisschen zulegt. Hoffentlich vergeht die Zeit rasch und wir können bald weiterlesen. Welch pompöser Charakter diese Type von Allmen bietet, ein rares Luxusobjekt in kargen Zeiten!

Meine Wertung: 7/10

Martin Suter / Allmen und die Dahlien
Verlag: Diogenes, Seiten: 224

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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