Martin Suter / Der letzte Weynfeldt

by Manuela Hofstätter on 11. Januar 2008

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Adrian Weynfeldt ist ein Spross aus einer grossbürgerlichen Familie, der letzte um es genau zu benennen. Er lebt in einer riesigen Wohnung im Stadtzentrum und ist Junggeselle geblieben. Weynfeldt ist nicht etwa ein tragischer Einzelgänger, nein, er kann einfach auch gut ohne eine Partnerin leben, denn er hat Freunde, Freunde, das ist etwas wichtiges, so hatte man es ihn gelernt und so hält er es auch. Allerdings pflegt er zwei völlig unterschiedliche Freundeskreise, einerseits, die um einiges Jüngeren, diejenigen des Donnerstagstisches, sie sind allesamt im künstlerischen Bereich tätig, eher mit weniger denn als mit viel Erfolg. Weynfeldt greift ihnen allen immer gerne grosszügig unter die Arme, denn Geldprobleme kennt er schlicht nicht. Ja und dann gibt es den anderen Kreis, alles viel ältere gutbetuchte Menschen, Bekannte seiner Familie. Weynfeldt ist als Kunstexperte für ein grosses internationales Auktionshaus tätig, sein Fachgebiet: die schweizer Kunst. Eines Abends, passiert es und Adrians wohl geordnetes Leben gerät aus den Fugen. Er hat völlig unerwartet eine jüngere, dazu noch betrunkene Frau mit nach Hause genommen, sie dankt ihm dies, indem sie am nächsten Morgen vom Balkon springen will um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Weynfeldt kann Lorena erfolgreich retten, er verspricht ihr, es gebe immer einen guten Grund um am Leben zu bleiben. Lorena, sie geht Weynfeldt nicht mehr aus dem Kopf, ob er sie jemals wieder sehen wird. Es dauert eine Weile, doch dann erreicht ihn ein Anruf, Lorena steckt in ganz besonderen Schwierigkeiten. Souverän hat Adrian Weynfeldt der jungen Frau wiederum geholfen, er muss es sich wohl eingestehen, er hat sich verliebt. Doch wer ist Lorena? Er weiss ja nicht einmal ihren vollen Namen und sie scheint in dubiosen Verhältnissen zu leben. Schliesslich kommt es auch zum Äussersten, als ein alter Freund aus Geldnot seinen “Salamandre” von Vallotton zur Auktion geben will, löst dies eine Kette unglaublicher Ereignisse aus. Weynfeldt muss sich der Realität stellen, auch wenn sie abscheulich ist, doch es kommt noch einmal anders, als so manche Personen, inklusive die Leser es erwarten.

Fazit
Hochgenuss! Der neue Martin Suter ist wahrlich ein Kunstwerk. Adrian Weynfeldt ist ein ganz besonderer Mann und um ihn herum sind lauter sehr eigene Charakteren. Dazu die stimmungsvolle Liebe zur Malerei und eine herrliche Geschichte.

Meine Wertung: 8/10

Martin Suter / Der letzte Weynfeldt
Verlag: Diogenes, Seiten: 314

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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