Martina Borger / Lieber Luca

by Manuela Hofstätter on 27. August 2007

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Oft schreibt Simone Briefe, aber sie sind nicht für den Adressaten bestimmt, nein, sie landen in einer roten versteckten Keksdose. Frank, mit welchem Simone nun zusammen lebt, der weiss nicht von diesen Briefen, er weiss nichts von Simones früherem Leben. Denn Simone lebt nun in einer soliden Beziehung, sie ist sich Franks Liebe absolut bewusst, hat im Gegensatz dazu Frank aber schon zu Anfang gesagt, dass er für sie nicht die grosse Liebe sei. Frank ist eine Frohnatur, und Simone lügt Frank eigentlich auch nie an, bis auf eben den Umstand, dass da dieser Adressat wäre und die dazu gehörende Geschichte in ihrem Leben, denn sie hat diesen Adressaten geboren, ihren Sohn Luca. Die Briefe an Luca sind voller liebevoller Erinnerungen, voller Zärtlichkeit, aber auch von leiser anklagender Melancholie. Nebenbei würden sie Luca teilhaben lassen, an Simones jetzigem Leben. Werden Luca und seine Mutter oder gar auch der Vater einen Weg zueinander finden?

Fazit
Viel verraten darf man eigentlich nicht von dieser eindringlichen Geschichte. Auf jeden Fall ist es eine Geschichte von der komplizierten Liebe, Liebe zwischen Müttern und Kindern, Freunden und Beziehungen. Tief bewegt klappen wir das Buch zu, wir haben geschmunzelt, wir haben bedauert und vielleicht tätigen wir einen lang aufgeschobenen Anruf,  schreiben endlich diesen einen Brief oder machen uns auf zu einem längst fälligen Besuch.

Meine Wertung: 7/10

Martina Borger / Lieber Luca
Verlag: Diogenes, Seiten: 207

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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