Matthew Quick / Silver Linings

by Manuela Hofstätter on 14. November 2013

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Pat ist eingesperrt, das Zeitgefühl hat er verloren. Er ist aber froh, als seine Mutter ihn von dem schlimmen Ort wegholt und ihn nach Hause nimmt. Mutter musste allerhand Unterschriften geben, aber nun ist Pat wieder in seinem Elternhaus und er will sich Mühe geben, weil er fühlt, wie sehr seine Mutter sich für ihn einsetzt aber sein Vater wechselt kein Wort mit ihm. Pat erwähnt auch seine Frau Nikki nicht, er weiss genau, dass es dann Ärger gibt, offenbar sind alle sauer auf Nikki. Doch Pat hat hart trainiert, nur um wieder mit seiner Frau zusammenzukommen, sein Körper ist ein Kraftpaket geworden und sein Geist hat einiges an Literatur aufgenommen, Nikki zuliebe hat er das alles gerne gemacht. Wobei das mit dem Lesen so eine Sache ist, er hat viel gelesen, gerne und schnell, aber die angeblich so wichtigen Bücher, von welchen Nikki immer gesprochen hat, die hatten immer so grausam schreckliche Enden, das macht Pat richtig wütend. Pat will an das Gute glauben, das Leben ist ein Film und es gibt immer ein Happy End! So sollte man eingestellt sein. Pat glaubt fest daran, dass die Auszeit zwischen ihm und seiner Frau bald zu Ende sein wird und dann wieder alles gut sein wird. Er muss nach wie vor zum Therapeuten, aber der neue, der ist wirklich nett und glaubt auch an das Gute, selbst dann noch, als Pat auf seine Mutter losgeht. Diese Wutausbrüche dürfen ihn nicht mehr überkommen, sonst kehrt Nikki sicher nicht zurück. Pat findet Halt bei alten Kumpels und im Sport. Bald joggt auch die attraktive Tiffany, welche ihm von vornherein klare Avancen gemacht hat mit ihm, doch Pat hat ihr klar gemacht, dass er verheiratet ist und seine Frau liebt. Tiffany hat ebenfalls Probleme, sie ist auch ein Psycho und doch wird sie irgendwie immer mehr zu Pats bester Freundin, sie tun sich gegenseitig gut und das findet Pat in Ordnung. Sicherlich geht es nicht mehr lange bis Nikki die Auszeit beendet und Pat findet, er meistere sein Leben recht gut. Wie wird das werden, wenn er seine Nikki endlich wieder sieht, wie wohl?

Silver Linings - Der Film

Fazit: Der ganz normale Wahnsinn.
Ein faszinierender Roman über das ganz normale Leben und darüber, wie schnell es für den Einzelnen nicht mehr normal sein kann. Was bedeutet es, psychisch krank zu sein? Wie verhält sich das Umfeld? Die Geschichte von Pat geht unter die Haut, ist aber zugleich oft erfrischend komisch. Ein feines Lesevergnügen! Und jetzt bin ich gespannt auf die Verfilmung.

Meine Wertung: 7/10

Matthew Quick / Silver Linings
Verlag: Rowohlt, Seiten: 342

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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