Maxim Leo / Waidmannstod

by Manuela Hofstätter on 11. Januar 2015

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Kommissar Voss liegt in seinem Kinderbett, nie im Leben hätte er geglaubt, dass er erneut in diesem liegen, ja sogar wieder in seinem früheren Kinderzimmer wohnen würde, aber jetzt ist es doch so gekommen, der Kriminalhauptkommissar ist in seine Heimat zurückgekehrt. Manchmal passieren Voss Dinge, welche er gar nicht steuern kann. Nach einer gescheiterten Beziehung hat es ihn ins kleine brandenburgische Heimatdorf zurückverschlagen, seine Mutter lebt noch und braucht Pflege, die polnische Pflegerin Maja scheint eine äusserst patente Person zu sein, alles ist in bester Ordnung. Entgegen der angekündigten Ruhe im seinem neuen Morddezernat, hat Voss sogleich eine Leiche und somit einen Fall auf seinem Tisch. Ein Jäger wurde hingerichtet, hergerichtet wie ein Tier hat der Täter sein Opfer und Voss lernt sogleich sein neues Team kennen und schätzen, denn Spurensicherung im Wald, die gehört zur aufwendigsten überhaupt. Bald erkennen Voss und sein Team, es könnte sich um einen Korruptionsfall handeln, der Ermordete hatte grosse Teile des Waldes aufgekauft und diese dann sehr gewinnbringend an eine Windkraftfirma weiterverkauft. Die verschworene Jägergemeinschaft der Männer, aber auch die Bevölkerung reihum war alles andere als angetan von der Vorstellung, dass bald lärmende Windräder anstelle ihres geliebten Forstes das Landschaftsbild prägen würden. Also gibt es jede Menge Verdächtiger, aber keine echt heisse Spur. Allerdings mordet der Täter weiter, er scheint mit noch weiteren Männern abrechnen zu wollen und er kennt sich offenbar im Wald richtig gut aus und hinterlässt kaum Spuren, er scheint sich im Wald regelrecht in Luft auflösen zu können, der ja auch der Wald von Kommissar Vosses Kindheit ist. Voss will bei seinem ersten Fall doch eine gute Arbeit abliefern, aber es läuft ihm so richtig alles aus dem Ruder und er muss sich eingestehen, ohne Maja und ohne das Team stände es richtig schlecht. Voss, der Einzelgänger, er beginnt den Teamgedanken zu verinnerlichen und weiss auch, jetzt muss er durchgreifen, noch ein Opfer und er ist seine neue Stelle los.

Maxim Leo / Waidmannstod

Fazit: Der erste Fall für Kommissar Voss
Dieser neue Kommissar, den da Maxim Leo uns geschenkt hat, der gefällt mir, und wie er das tut. Dieser Krimi lässt keine Langeweile aufkommen und der Wald ist einfach ein stimmungsvoller Schauplatz. Eine Prise Humor, viele Verdachtsmomente, ein Stück Zeitgeschichte, ein überzeugendes Gesamtpaket! Maxim Leo ist unter anderem auch bekannt als Drehbuchautor für den Tatort.

Meine Wertung: 7/10

Maxim Leo / Waidmannstod – Der erste Fall für Kommissar Voss
Verlag: Kiepenheuer & Witsch, Seiten: 288

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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