Mehrnousch Zaeri-Esfahani & Mehrdad Zaeri / Das Mondmädchen

by Manuela Hofstätter on 13. Mai 2016

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Als die “Blutrote” an die Macht kommt, wird das Leben im fernen Morgenland noch viel schlimmer, die Menschen leben in grosser Angst. Mahtab lebt mit ihrer Familie im grossen Haus mit riesigem Garten und ihren vielen geretteten Katzen inmitten von Rosenduft, die Blumen pflegt ihre Mutter hingebungsvoll. Der Vater ist Arzt, sie haben ein gutes Leben, wäre nur diese Herrscherin und ihre Wächtertruppen nicht. Eines Tages eröffnen die Eltern, es werde einzig ein Koffer gepackt und sie würden ihre Heimat am nächsten Morgen für immer verlassen. Ein Schock für alle, als Mahtab in den frühen Morgenstunden im grossen Garten steht, empfindet sie eine ungeheure Wut in sich, nicht einmal eine Katze, ihre liebste, Toulouse, kann sie mitnehmen. Dann sind da Männer, die kaum oder gar nicht sprechen und es beginnt eine lange Reise in einem Wagen in Dunkelheit. Doch inmitten der Angst kann Mahtab plötzlich Toulouse im Wagen fühlen, wie hat die geliebte Katze das bloss geschafft? Sicherlich steckt die Fee Pari dahinter, sie ist schon eine Weile für Mahtab da und ist mit den Schwänen mit Mahtab ins wunderbare Land Athabasca geflogen. Die Familie erreicht eine erste Unterkunft in einem neuen Land, aber das Zimmer, das sie dort bekommen im Hotel ist klein und karg und nur der Vater mit dem ältesten Bruder dürfen vorerst nach draussen gehen, denn es sei eine gefährliche Gegend. Die Mutter wird schwer krank, der Vater versucht die Flucht weiter zu planen, sie wollen in das paradiesische Land Yialama gelangen, dort soll das Leben wunderbar sein. Ein Land, wo es genügend Schokolade gibt, wo man in den Läden gar Futter und Spielzeug für seine Tiere, die Haustiere genannt werden, kaufen kann, das Land wo die Kinder in der Schule etwas lernen dürfen und nicht geschlagen werden. Aber vorher heisst es wieder Flucht, Reisen ins Ungewisse, Mathab hat zum grossen Glück nun die Kraft von Athabasca im Herzen und kann damit und mit ihrer Erzählkraft der ganzen Familie beistehen. Auf nach Yialama!

Mehrnousch Zaeri-Esfahani & Mehrdad Zaeri / Das Mondmädchen

Fazit: Ein Märchen über eine Flucht aus dem Iran nach Yialama (Deutschland).
Das Mädchen Mahtab erzählt uns von der Flucht ihrer Familie aus der Heimat Iran in die Türkei und schliesslich nach Deutschland. Die Angst in der Heimat ist deutlich, kalt und hässlich, die Vorschriften kosten Mahtab ihre lange Lockenpracht, der Schock darüber schenkt ihr aber eine Fee und diese ihr ein eigenes Land. Die Autorin hat die Geschichte ihrer Familie und Flucht gleich in zwei Büchern verarbeitet, einmal für Erwachsenen in “33 Bogen und ein Teehaus” und hier im “Mondmädchen”. Der Bruder der Autorin ist ein mehrfach ausgezeichneter Illustrator, er hat das “Mondmädchen” mit seinen wunderschönen Bildern bereichert. Liest man beide Bücher, erhält man einen eindrücklichen Einblick!

Meine Wertung: 7/10

Mehrnousch Zaeri-Esfahani & Mehrdad Zaeri / Das Mondmädchen
Verlag: Knesebeck, Seiten: 142

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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