Michael E. Vieten / Christine Bernard. Das Eisrosenkind

by Manuela Hofstätter on 14. Juni 2016

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Vermisst wird die kleine Rosalia, das entzückend anzuschauende Mädchen ist nach der Schule zwar im Hort aufgetaucht, ist dort aber am Nachmittag plötzlich wie vom Erdboden verschwunden. Bemerkt wird dieses Verschwinden erst, als die alte Dame, die oft zu Rosalia schaut, diese im Hort abholen will. Rosalias Mutter ist alleinerziehend, der Vater kommt für seine Tochter auf, hat aber kein Interesse an dieser und keinen Kontakt mehr zu Mutter und Tochter. Als die Kommissarin Christine Bernard vor Rosalias Mutter sitzt, um diese zu befragen, sieht sie eine abgearbeitete Frau und Mutter vor sich, die alles tut, um sich und ihre Tochter irgendwie durchzubringen. Kurz darauf erleidet die Mutter eine Panikattacke, Christine leistet Erste Hilfe, die Sanitäter bringen die Mutter ins Spital. Die Polizei ermittelt und man weiss, die ersten Stunden sind entscheidend, wenn ein Mensch vermisst wird, danach nimmt die Wahrscheinlichkeit rapide ab, die vermisste Person noch lebend zu finden. Christine stürzt sich als Nächstes auf den Kindsvater, dieser ist ihr nicht geheuer, sie verbeisst sich regelrecht in diesen Typen, auch dann noch, als dessen Alibi sich als völlig korrekt und wasserdicht erweist. Christines Vorgesetzter bewahrt die Ruhe, versucht sie auf andere Gedanken zu bringen, da finden sie die Leiche von Rosalie am Ufer der Mosel. Tatsächlich heisst das Mädchen Rosalie, es gleicht dem vermissten Mädchen auch auf verstörende Art und Weise, doch die gefundene Rosalie ist seit zwölf Jahren als vermisst gemeldet. Bernard und ihr Kollege müssen die gebrochenen Eltern informieren, ein schwerer Gang, aber auch eine neue Spur steht vor ihnen. Das kann kein Zufall sein, können sie Rosalia noch rechtzeitig finden und retten?

Michael E. Vieten / Christine Bernard. Das Eisrosenkind

Fazit: Christine Bernard, Kommissarin aus Überzeugung!
Es handelt sich bei “Das Eisrosenkind” bereits um den zweiten Fall mit Kommissarin Bernard von Michael E. Vieten. Ich mag die Art, wie er schreibt; spannend, aber auf eine so reale Art und Weise und diese Kommissarin ist ebenso heldenhaft wie menschlich, das überzeugt. Der Fall hatte für mich nur einen Makel, doch vielleicht ist auch dies gewollt und nahe der Realität echter Ermittlungsarbeit. Christine Bernard selbst ist nicht perfekt, sie irrt sich und beweist andererseits Intuition und Durchhaltewillen, sie ist eine Protagonistin zum Gernhaben, welche in ihrem Beruf ihre Berufung sieht. Hoffentlich und ich glaube fast, es ist so, sieht auch der Autor seine Berufung und man kann bald mehr von dieser Bernard lesen. Ein süffiger, absolut guter Krimi, ich habe eine neue Heldin auf dem Papier entdeckt!

Meine Wertung: 8/10

Michael E. Vieten / Christine Bernard. Das Eisrosenkind
Verlag: Acabus, Seiten: 304

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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