Murmel Clausen / Frettsack

by Manuela Hofstätter on 14. August 2012

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Jens Fischer ist nicht gerade ein vom Erfolg verfolgter Mann, mit den Frauen will es nicht klappen, und auch wenn er sehr pointierte Beobachtungen über die heutigen Väter macht, er möchte genau einer von ihnen sein. Aber er wohnt immer noch mit seinem schmuddeligen WG-Kumpel Svend zusammen, dieser ist ein noch hoffnungsloserer Fall mit recht abstrusen Geschäftsideen, mit welchen er an Geld gelangen will. Der neuste wirre Plan Svends ist es nun Frettchen zu züchten, und Svend möchte Jens gerne beteiligen am Projekt, denn er hat ihn ja schon bei einer anderen Art Geld zu verdienen angesteckt. Jens ist nämlich immer knapp bei Kasse, er arbeitet an Messen und bringt dort alle möglichen und unmöglichen Dinge an die Besucher. Als er vernimmt, wie viel Geld sein Kumpel für Samenspenden erhält, wagt er dies auch. Tatsächlich ist Jens Samen qualitativ sehr hochwertig, aber die Praxisbesuche sind ihm immer hochnotpeinlich und arten eben immer aus. Ausgeartet ist auch das Experiment mit den Frettchen, und zwar zu einem schrecklichen Unfall, ein Frettchen hat Jens gebissen, und zwar an einer Stelle, wo ein Frettchen eigentlich gar und gar nicht hingelangt. Nach Jens nächster Samenspende stellt sich heraus, Jens ist unfruchtbar geworden und diese Nachricht lässt ihn in Panik geraten. Gemeinsam mit Svend und einem dubiosen Kerl geht Jens zum äussersten. Weil er seinen gespendeten Samen nicht zurückerhalten kann, bricht er in die Praxis ein. Resultat, Samen weg, eine Frau schwanger, Jens kennt nun auch deren Name und er ist wild entschlossen Marlene zu suchen und allenfalls zu erobern, schliesslich ist dies seine einzige Chance Vater seines Kindes zu werden. Marlene ist eine klasse Frau, Jens verliebt sich aufs Heftigste in sie, Marlene kann ihn zudem richtig gut leiden und scheint zudem in einer Krise zu stecken mit ihrem Mann Ralf. Eigentlich ist Ralf ja ganz in Ordnung, wenn er nur nicht so erfolgreich und gut aussehend wäre. Die Geschichte gerät total aus dem Ruder und plötzlich hat Jens zwei tolle Frauen gern und droht eine Ehe zu zerstören, wenn das bloss gut ausgeht.

Fazit: Irrwitzig und schräg.
Ab und zu brauche ich eine Geschichte wie diese hier, lustig, etwas überdreht und doch ganz zügig zu lesen. Ein Roman zum Entspannen, lachen und Hirn etwas herunterfahren. Jens Fischer ist in meinem Alter und ein herrlich authentisches Mannsbild, man mag ihn einfach und seine Beweggründe sind verständlich, seine Taten chaotisch zwar, aber so ist das Leben eben manchmal, nicht wahr? Eine irrwitzige, schräge Komödie, das beste für einen heissen Sommertag zum Entspannen!

Meine Wertung: 7/10

Murmel Clausen / Frettsack
Verlag: Heyne, Seiten: 318

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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