Nina George / Das Lavendelzimmer

by Manuela Hofstätter on 29. September 2013

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Jean Perdu ist ganz und gar Buchhändler. Kein gewöhnlicher, nein, zu ihm auf sein Bücherschiff in Paris kommen Menschen, die Hilfe suchen und diese in den Büchern, welche ihnen Perdu verkauft auch finden. Jean kennt die Menschen und ihre Nöte, er weiss immer, welches Buch den Suchenden gut tun wird, bloss traurigerweise gibt es dieses Buch für ihn selbst offenbar nicht. Vor über zwanzig Jahren verschloss Jean sein Herz, öffnete den Brief seiner Geliebten nicht, denn er wollte diesen Schmerz, welche ihre Abschiedsworte unweigerlich auslösen würden, einfach nicht lesen. Aber jetzt ist es ein ganz aussergewöhnlicher Sommer, Jean hat eine Frau kennengelernt und diese hat tief in ihm drin etwas berührt. Jean hat den Brief seiner Geliebten Manon geöffnet und gelesen und er ist ausser sich. Das Unfassbare wird real, Perdus schwimmende Seelenapotheke legt vom Ufer ab, tatsächlich ist das grosse Schiff noch fahrtauglich, und Jean bekommt, ob er will oder nicht noch einen Passagier mit auf seine Reise. Max, ein junger Autor, der nach einem grossen Buch nun keine Muse mehr hat und nicht weiss, was er schreiben soll, wird für Jean ein wahrer Lebensfreund, die beiden Männer auf dem Bücherschiff erleben so einiges und ahnen nicht, was noch alles auf sie zukommen wird.

das_lavendelzimmerFoto: Nina George

Fazit: Sorgen haben? Buchhändler fragen!
Ein herrlicher Roman, ein Buch über das Leben und die Nöte, die es in unseren Herzen anrichten kann. Eine wunderbare Männerfreundschaft und eine unvergessliche Reise. Auf der Suche nach den ganz grossen Antworten begegnen wir Menschen und Geschichten, die man nicht so schnell vergessen mag. Eine philosophische, romantische Geschichte und eine Ode an den Roman, an die Kraft der Geschichten!

Meine Wertung: 7/10

Nina George / Das Lavendelzimmer
Verlag: Knaur, Seiten: 384

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
Manuela Hofstätter

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