Paul Lascaux / Gnadenbrot

by Manuela Hofstätter on 10. September 2010

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Die Detektei Müller und Himmel hat leider zur Zeit nicht gerade eine gute Auftragslage. So kommt es, dass Heinrich Müller und Nicole Himmel viel Zeit finden für die anderen Freuden des Lebens, sie versuchen sich gar als Schauspieler, na ja, eher Statisten, aber immerhin, sie wirken mit in einem Film. Im mittelalterlichen Städtchen Murten wird mit einem Grossaufgebot an Statisten und Schauspielern die Schlacht von 1476 zwischen den Eidgenossen und dem Heer Karls des Kühnen nachgestellt. Bei den Proben, hört der Spass aber abrupt auf, die Leiche von Thomas Däppen, einem Spekulanten, bleibt auf dem «Schlachtfeld» liegen. Bedeutet dies sogar das Aus für das grosse Filmprojekt? Heinrich und Nicole arbeiten lediglich für eine Kundin, welche beweisen will, dass sie im Besitze eines historisch wertvollen Wandteppichstückes ist, welches als verschollen gilt. Also liegt es auf der Hand, dass die Detektei wiederum die Polizei bei deren Ermittlungen unterstützt, schliesslich war diese Zusammenarbeit schon öfter von Erfolg gekrönt. Aber bald stellt sich heraus, dass es sogar sein könnte, dass der Täter nicht Daeppen sondern Heinrich selbst erwischen wollte, er stand direkt in der Schusslinie und die Tatsache, das nun die Kundin des Teppichstückfalles ihrerseits ermordet wird, als sie sich mit Heinrich treffen will, erhärtet diesen Verdacht zusätzlich. Oder verhält es sich ganz anders und die beiden Opfer gehören irgendwie zusammen? Es gibt so viele dubiose Spuren; dass das Filmprojekt nun ein grosses Geldproblem hat ist nur eine davon, es scheint ein unlösbarer Fall zu sein. Ob Heinrich und Nicole und ihre Freunde bei der Polizei doch noch einen Abschluss in diesem Fall feiern können, bei einem guten Glas Wein und Leckereien?

Fazit
Wieder ein neuer Fall mit der Detektei Müller und Himmel. Dieses Mal erhalten wir Einblick in die Geschichte der Schweiz (Burgunderkriege, Tausendblumenteppich), erfahren aber auch so manches über Brot und Bier oder Hexen und vieles mehr, eben wieder ein spannendes Themenpotpourri. Mir hat der Fall «Feuerwasser» besser gefallen als nun «Gnadenbrot». Manchmal war mir in diesem Fall alles etwas zu abstrus, aber als Fan dieser eigenwilligen und eben auch schrägen Hauptakteure Heinrich Müller und Co. las ich natürlich auch «Gnadenbrot» gerne.

Meine Wertung: 5/10

Paul Lascaux / Gnadenbrot
Verlag: Gmeiner, Seiten: 227

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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