Pedro Lenz / Di schöni Fanny

by Manuela Hofstätter on 24. Dezember 2016

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Die drei sind Freunde, die beiden Maler Grunz und Louis und der Autor Jackpot, sie lieben das Leben, die Liebe, die Kunst und den Genuss. Doch Jackpot kämpft gegen das leere, weisse Blatt an, im “Grind” wäre sie, die Story, beteuert er immer wieder, holt Geld bei seinem reichen Bruder und schlängelt sich mal so eben durchs Leben. Als er im Atelier bei seinem Malerfreund auf Fanny stösst, ist es um Jackpot geschehen, diese Augen kann er nicht mehr vergessen. Modell steht sie dem Maler, das wurmt Jackpot, er mag sich das gar nicht vorstellen und tut doch genau das immer wieder. Doch alle drei Freunde scharwenzeln um die schöne Fanny herum, sie beginnen sich gar zu misstrauen und jeder hegt so seinen eigenen Plan. Die Freunde haben die Rechnung aber ohne die junge Fanny gemacht. Jackpot versucht ja sein Glück auch auf der Pferderennbahn mit Wetten, meist eher erfolglos. Während die Welt in Olten sich weiterdreht und Jackpot langsam merkt, dass er aufhören muss, Fanny Briefe zu schreiben, da finden seine Worte einen anderen Platz. Jetzt aber, die Freunde haben den Champagner mit dabei, ein grosser Tag, ein Buch wird gefeiert, die Freundschaft wird zelebriert und Jackpot seinerseits staunt, welch Glück er nun hat, gute Kritiken hat sein Roman bekommen. Es wird gefeiert, das Leben geht weiter.

Bild vom Oltener Maler und Freud Pedros Urs Borner

Fazit: Uf Gschichte chunnt me nid. D Gschichte chöme zu eim.
Schön ausgedrückt von Pedro Lenz, ja und eben er kann die Geschichten ungemein gut zu Papier bringen und wir sind mittendrin. “Di schöni Fanny” bringt uns in die Künstlerkreise Oltens, zwei Maler und ein Autor, der oft mit einer Schreibblockade kämpft, sie kennen sich, sie mögen sich und sie mögen alle die junge, schöne Fanny, das sorgt für einige Turbulenzen im Leben wie in der Freundschaft. Pedro Lenz hat eine farbige Geschichte geschrieben, gut so, er war ja auch oft bei seinem Freund und Maler im Atelier, so wegen des farbigen Schreibens, dem Kaffeeschnaps und der Inspiration, das versteht sich von selbst.

Meine Wertung: 7/10

Pedro Lenz / Di schöni Fanny
Verlag: Cosmos, Seiten: 182

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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