Pedro Lenz / Tanze wi ne Schmätterling

by Manuela Hofstätter on 5. Januar 2011

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Wir schreiben das Jahr 1971, der berühmte Boxer Muhammad Ali kommt für einen Kampf in die Schweiz nach Zürich, er wird voller Bewunderung empfangen. Als die Coiffeuse Regula Giger angerufen wird, sie solle ins Stadion kommen um dem Boxer einen Haarschnitt zu verpassen, denkt sie, es handle sich um einen Scherz und wenn denn nicht, so sei sie schliesslich keine Starcoiffeuse, schliesslich hat sie gekämpft und ist stolz, das sich ihren Lebenstraum eines eigenen Salons erfüllt hat. Aber als sie hört, dass ein ihr bekannter und geschätzter Freund nach ihr fragte um Muhammad Ali die Haare zu schneiden, nimmt sie den Weg doch unter die Füsse. Der Boxer ist ein schöner Mann, aber darüber hinaus ist er auch ein feiner Mensch, und Regula und dieser fremde Mann, sie fühlen sich einander auf Anhieb verbunden. Es ist ein besonderer Moment, als das ungleiche Paar durch Zürich spaziert und sie erzählen einander vertrauensvoll, wie sie in ihrem Leben gekämpft und gewonnen haben, ihr Ziele könnten unterschiedlicher nicht sein, aber sie haben beide den Willen bewiesen zu erreichen, wovon sie träumen. Ali und Regula, zwei Welten, zwei Leben, zwei Wege, die sich zum Glück gekreuzt haben und von nun an verbindet sie eine tiefe Freundschaft, denn sie sind aus demselben Holz geschnitzt. 1971 – es ist das Jahr in welchem die Frauen in der Schweiz zum ersten Mal wählen und abstimmen dürfen – ist das Jahr, in welchem Muhammad Ali einen eindrücklichen Kampf für sich entscheidet in Zürich.

Fazit
Ich lese selten Mundarttexte und ich interessiere mich nicht fürs Boxen, aber diese Geschichte von Pedro Lenz las ich mit grossem Behagen. Es ist eine Geschichte über Tapferkeit und den Zauber des eigenen Willens, welcher es vermag, Träume in die Realität umzusetzen. Ein wertvolles Kleinod diese Buch!

Textausschnitt: «Vatter, säg Vatter, isch ächt dr Liebgott ganz zinnerscht inne nid ou chli gäg di Schwarze?»

Meine Wertung: 8/10

Pedro Lenz / Tanze wi ne Schmätterling
Verlag: Cosmos, Seiten: 95

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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