Per Petterson / Im Kielwasser

by Manuela Hofstätter on 24. April 2007

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Arvid ist 43 Jahre alt, Schriftsteller mit akuter Schreibblockade. Immer wieder schweifen seine Gedanken in seine Kindheit ab. Es sind Erinnerungen an einen Vater, einem Sportfanatiker und leidenschaftlichem Boxkämpfer, aber auf der Gefühlsebene eher kalten unfassbarem Mann. Arvid, schon immer von Worten und der Schriftstellerei fasziniert, wurde von diesem Vater eher belächelt. Schwierig gestaltete sich diese Vater Sohn Beziehung und dann, zu früh um sie abzuschliessen, wurde sie jäh durch ein Unglück unterbrochen. Sechs Jahre ist es her, da brannte die Fähre Scandinavian Star und mit ihr starben Vater Mutter und zweit Brüder Arvids. Nun ist er alleine übrig geblieben, zusammen mit einem älteren Bruder. Als der Bruder in seiner Trauer plötzlich einen Selbstmordversuch unternimmt, wacht auch Arvid aus seiner Starre auf. Sie sind doch noch zwei Brüder und es gilt das Leben zu meistern und die Trauer zu verarbeiten, es gilt zu merken, dass ihr Leben sich auch auf einen toten Punkt zubewegt hat und dies zu ändern.

Fazit
Dieser Roman von Petterson hat autobiografische Züge, dies half mir, ihn zu verstehen und fertig zu lesen. Doch für mich, ist er im Vergleich zu “Pferde stehlen” etwas befremdend. Gewiss, diese einzigartige, feine Melancholie, tragen beide Romane in sich und doch, ich bleibe etwas verdattert zurück. Ich hatte Mühe der Geschichte zu folgen, aber an manchen Stellen habe ich doch auch diesen gewissen, tiefen Zauber der Schreibweise des Autors genossen. Also bitte schön, selbst lesen und beurteilen!

Meine Wertung: 4/10

Per Petterson / Im Kielwasser
Verlag: Hanser, Seiten: 189

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