Peter Prange / Die Rose der Welt

by Manuela Hofstätter on 4. April 2016

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Robert und Paul sind einander richtig beste Freunde. Ihre eher ärmliche Herkunft treibt sie noch mehr an, ihren grossen Traum zu verwirklichen, sie philosophieren und diskutieren gerne und gut über Gott und die Welt, sie können lesen und schreiben und ihr grosses Ziel ist es, in Paris, an der ersten Universität der Welt zu studieren. Robert ist der zurückhaltendere von ihnen und so kommt es, dass er durch gewisse Umstände als Erster nach Paris gehen kann, er verspricht dort zu Arbeiten, um sofort seinen Freund Robert nachkommen zu lassen. Aber Paul ist in Paris ganz anderen Dingen begegnet, er hat die grosse Liebe zu einer Frau namens Marie gefunden, hat sein Geld in den Aufbau eines prachtvollen Hauses gesteckt, ist als Kopist mit mehreren Angestellten und seinem Scriptorium ein Geschäftsmann geworden. Also Robert von dieser bitteren Tatsache vernimmt, bekommt er Hilfe, um auch nach Paris gehen zu können. Robert ist wütend auf seinen alten Freund, aber er hat ein Ziel vor Augen und er ist wissensdurstig. Schneller als alle anderen Studenten legt Robert die ersten Prüfungen ab und er hat auch das grosse Glück in einer schönen Umgebung arbeiten zu können, denn er hat rasch einen Freund gefunden, der aus besseren Verhältnissen stammt und ihn bei sich einquartiert hat. Doch Robert begegnet auch seinem alten Freund wieder, dieser weiss, er steht tief in Roberts Schuld und er verspricht ihm seine Hilfe, wenn sie je nötig sein sollte. Robert bekommt einen Platz beim begehrtesten Magister und ist stolz auf sein weiteres Studium, doch dann kommt es zu einer Auseinandersetzung am Karnevalsdienstag im Jahre 1229 zwischen den Studenten und dem Volk, Robert ist leider auch involviert gewesen und kann fliehen und untertauchen. Einige Studenten werden verhaftet, andere sind schon getötet worden. Die Lehrenden der Universität legen ihre Arbeit nieder, sie verlangen vom König Gerechtigkeit für das Unrecht, das ihren Schülern geschah. Doch die Kirche, der Staat und die Gelehrten geraten dermassen aneinander und es beginnt ein Ränkespiel um Macht und die Zukunft, welches Roberts Leben immer noch gefährdet. Robert wird bei Paul versteckt gehalten und dort verliebt er sich in Marie. Roberts Leben aber wird noch schlimmer durchgeschüttelt, während der Papst in Rom nun gar Bericht bekommen hat von den Zuständen in Paris. Er soll nun entscheiden, ob die Universität ihre Forderungen zugestanden bekommt oder nicht.

Peter Prange / Die Rose der Welt

Fazit: 1229, Alma Mater, Staat und Kirche geraten aneinander!
Dem Wissen verpflichtet sein, das will Robert aus ganzem Herzen, der Hauptprotagonist in diesem eindrucksvollen Roman. Aber Robert weiss noch zu wenig von der Arglist, der Welt und der Liebe und so gerät er in den Strom der Geschichte seiner Zeit und muss für seine wahre Leidenschaft, sein Leben und seine Zukunft kämpfen. Peter Prange flicht aus den wahrheitsgetreuen Fakten rund um die erste Universität der Welt, die Rose von Paris genannt, eine hochspannende Geschichte! Ein grandioses Leseerlebnis und dazu noch eines, das uns unterhält und bildet!

Meine Wertung: 8/10

Peter Prange / Die Rose der Welt
Verlag: Scherz, Seiten: 512

Manuela Hofstätter

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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