Pordis Björnsdóttir / Schlafsonate

by Manuela Hofstätter on 26. Juli 2012

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Ivana hatte sich schnell und bedingungslos verliebt, etwas komisch fand sie es schon, dass der Geliebte sie nie zu sich nach Hause einladen wollte. So schlich sie ihm denn einmal nach, aus reiner Neugierde, doch er setzte sich bloss weit weg ans Meer, rauchte und sinnierte. Da plötzlich durfte sie ihn einmal besuchen und kurz darauf war er verschwunden. So kam Ivana in eine unbekannte Stadt, eine Adresse führte sie dort hin, in der Mandelgasse war eine Wohnung für sie bereit, doch würde sie ihn hier wieder finden? Das Haus ist still und lange sieht Ivana keinen anderen seiner Bewohner, doch dann lernt sie den Musiker kennen und dessen Traurigkeit. Die Bäckerei, die ist die grosse Hoffnung, doch der Bäcker ist entweder nicht da, wenn Ivana dort einkauft, oder er guckt ihr nicht in die Augen, aber Ivana ist sich fast sicher, aber eben, unauffällig verhalten soll sie sich ja, das hat er ihr besonders ans Herz gelegt. Finden sie sich wieder? Ivana findet einige andere seltsame Dinge und weiss eigentlich gar nicht wirklich, wo sie sein will oder soll.

Fazit: Isländische Traumwandlerin
Björnsdóttirs “Schlafsonate” erscheint beim Lesen auch wie ein Traum, geheimnisvoll, verwirrend, unwirklich oft, dann wieder ganz real, beängstigend und manchmal beglückend zugleich. Fertig gelesen bleibt bei mir so ein komisches Gefühl zurück, was war das jetzt, was weiss ich nun, was nicht, hat mir das gefallen oder gar nicht, ich habe wohl geträumt und finde kurz noch nicht aus diesem isländischen Traum heraus. Faszinierend, was es alles gibt in der Literatur, über diesen Titel einer isländischen Autorin in einem Schweizer Verlage, stolpert man nicht gerade in jeder Buchhandlung und somit ist dies ein kleiner Geheimtipp für alle, die es etwas kurios, märchenhaft und traumhaft mögen!

Meine Wertung: 5/10

Pordis Björnsdóttir / Schlafsonate
Verlag: Allinti, Seiten: 143

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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