Richard Dübell / Der letzte Paladin

by Manuela Hofstätter on 10. Juni 2013

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Es ist das Jahr 777 n. Chr., Karl der König des immer grösser werdenden Frankenreiches ist ein bislang ungeschlagener Herrscher. Die Franken sind ein starkes, kämpferisches gar sagenumwobenes Volk, nicht zuletzt wegen der zwölf Paladine des Königs. Ein Paladin ist ein Elitekämpfer der geachtet, wie gefürchtet wird und sein Leben in den Dienst seines Königs stellt. Soeben hat König Karl zwei Paladine ersetzt und Roland wie auch sein bester Freund Remis sind ungeahnt in den Rang der Paladine eingesetzt worden. Roland, der Neffe von Karl, ist ein wirklich besonderer Mann, stark und zugleich oft von feinsinnigem Gespür. Rolands Glück ist perfekt, als ihm die wundervolle Arima, Herrin der Burg Roncevaux, zur Frau gegeben wird. Arima allerdings hat ihre Stärke genossen, selten hat eine Frau in ihrer Zeit eine solche Stellung wie sie, die Burgherrin von Roncevaux. Die Burg auf der Ibanetapasshöhe ist bewusst immer neutral aufgetreten, Arima blieb die unverheiratete Kluge, damit kein Streit um den wichtigen Handelsweg über den Pass zwischen den Mauren und den Franken entflammt. Erst kürzlich lud die Burgherrin wieder zu Gast und vereinte die so unterschiedlichen Völker. Allerdings ist Arima nun wütend über den Entscheid ihres Königs, sie mag Roland, aber kürzlich ist ihr Herz heftig entflammt für den Heeresanführer der Mauren, Afdza Asdaq. Arima und Afdza wissen, ihre Liebe hat kaum eine Chance, doch nun ist alles noch weitaus schlimmer geworden. Die Sachsen lecken ihre Wunden und haben eine Wut im Bauch gegen die Franken, wie noch selten. Die Friedensverhandlungen zwischen den Mauren und den Franken scheinen gescheitert. Auch andere Völker schmieden strategische Pläne und es beginnt ein brutales Ränkespiel um Strategien, Kriege und schlimme Machenschaften. Arima muss zusehen, wie die beiden Männer ihres Lebens als Feinde gegeneinander in die Schlacht ziehen und doch irgendwie eine grosse Achtung voreinander haben. Schliesslich erfährt Arima eine Wahrheit, welche ihr Herz bereits erahnte und hofft den Krieg zwischen den Völkern aufhalten zu können, aber es kommt alles ganz anders.

Fazit: Aus alter Zeit, als es noch echte Helden gab!
Dieser historische Roman handelt von den Ränkespielen grosser Kriegsherren, aber auch von Ehre, Mut und Heldentum. Grosse Bereiche sind stimmig der Geschichte und gewissen Tatsachen aus dem Fränkischen Reich entnommen, beeindruckend besonders die Stellung der Paladine, oder auch der Faden der Entstehung der Schriften, insbesondere der Vorgängerschrift, auf welcher das heutige kleine Alphabet basiert. Dieser Roman ist inspiriert vom bekannten Rolandslied und ist eine beeindruckende Mischung von geschichtlich Wahrem und Fiktion, welche die kriegerische Zeit bunter werden lässt für uns. Die tragisch dramatische Liebes- und Familiengeschichte sorgt für Spannung pur!

Meine Wertung: 8/10

Richard Dübell / Der letzte Paladin
Verlag: Lübbe, Seiten: 480

Manuela Hofstätter

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
Manuela Hofstätter
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