Sara Timothy / Ich dachte, die Kleine wäre bei dir!?

by Manuela Hofstätter on 30. Juni 2014

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Bereits im Geburtsvorbereitungskurs merkt man als Paar, wie man in etwa so tickt. Sara und ihr Mann besuchen diesen Kurs eigentlich in erster Linie, um Kontakte zu anderen werdenden Eltern zu knüpfen. Nun, wir lesen vergnügt, wie ein solcher Kurs durchaus humorvoll überstanden werden kann, und der Humor eines englischen Ehemannes kann von einer Kursleiterin durchaus als Eifer angesehen werden. Bald hat das Ehepaar Timothy schlaflosere Nächte und erste Erfahrungen mit gesundheitlichen Notfällen während ihrer ersten Schwangerschaft erweisen sich als Abenteuer pur und zeigen eindrücklich auf, dass man sich als Eltern dringend selber zu helfen wissen sollte. Zügig wächst die lebhafte Familie und zählt dann schliesslich stolze drei Kinder. Als Besuch dann Baby Nummer drei bewundern kommt, begegnet dieser auch gleich der Kreativität der grösseren Geschwister. Die Vorliebe des kleinen Mädchens für jegliche Tuben und was man mit dem Inhalt solcher alles Herrliches machen kann, kennt keine Grenzen und so sitzt der Besuch nichts ahnend auf der weissen Klobrille ab und stellt dann fest, dass diese nun einen Zahnpastaabdruck am Hintern hinterlassen hat. Zum Glück gibt es ja auch Ferien im Familienalltag, Camping bietet sich da an, aber Ferien sind schon mit einem Kind ein Abenteuer der besonderen Art gewesen, wie wird da wohl dieser Campingurlaub? Langeweile und genug Schlaf, das erlebt die junge Mutter Sara garantiert nicht in ihrem momentanen Leben, aber Humor, Fitness, Lachanfälle wie auch Schweissausbrüche, das alles gehört zum Familienalltag.

Sara Timothy / Ich dachte, die Kleine wäre bei dir!?

Fazit: Vom ganz normalen Wahnsinn, dem Familienalltag!
Eine junge Mutter mit drei herrlich lebhaften Kindern erzählt ehrlich von ihrem Alltag. Dieser Alltag ist oft chaotisch, eigentlich nie vorhersehbar und gewiss eine richtig vortreffliche Lektüre für werdende Eltern, oder auch schon nur Paare, welche Kinderwünsche hegen, sowie eben für Eltern selbst. Ich habe mich ja immer recht verloren gefühlt als Mutter von eben auch sehr kreativen und wilden Kindern und habe immer gedacht, dass bei allen anderen die Familienkiste viel geordneter, und einigermassen normal läuft. Nun habe ich diese Geschichten gelesen, mich in vielen Sachen so herrlich verstanden gefühlt und manchmal sogar gedacht, dass es da noch wildere Kinder gibt auf der Welt, als die unseren. Das ist eine ganz neue Erfahrung für mich. Dankeschön für diese Geschichten!

Meine Wertung: 7/10 (und 9/10 für alle Eltern nicht braver und langweiliger Kinder!)

Sara Timothy / Ich dachte, die Kleine wäre bei dir!?
Von Familien- und anderen Stressgeschichten
Verlag: Herder, Seiten: 213

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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