Silvia Kaffke / Das rote Licht des Mondes

by Manuela Hofstätter on 31. Oktober 2008

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Wir schreiben das Jahr 1854, Commissar Robert Borghoff ist neu tätig und wohnhaft in Ruhrort. Bald schon hat er einen grausigen Fall am Hals, aber das bringt ihm auch eine interessante Bekanntschaft mit einer aussergewöhnlichen Frau mit. Lina Kaufmeister, Tochter einer angesehenen Reeders und Spediteursfamilie, sie fand in einer Nacht die Leichen zweier Mädchen. Lina beeindruckt den Commissar nicht nur durch ihre Intelligenz, nein auch durch ihre Courage. Mit ihren 35 Jahren steht Lina unter der Bevormundung ihres Bruders, eine leichte Gehbehinderung macht Lina das Leben zusätzlich schwer, sie hat nie geheiratet und somit keine Rechte. Der Vater hat Lina zwar auf seinem Totenbett die Mündigkeit schriftlich zugestanden, aber ihr cholerischer und herrischer Bruder Georg würde sie nie gehen lassen, zudem hat er in Lina eine tüchtige Hauswirtschafterin. Doch Lina flieht und kann im Hause einer verwitweten Stoffhändlerin Unterkunft erlangen und sogar eine Jahresmiete hinblättern. Der Commissar wohnt im selben Hause und schätzt die gescheiten Gespräche mit Lina sehr, nach Kräften versucht er ihr auch gegen den aufgebrachten Bruder beizustehen, welcher Lina alles wegnimmt und sie zwingen will, wieder zurückzukehren in ihr altes Heim. In Ruhrort passieren kuriose Dinge, es gibt weitere so grausig zugerichtete Leichen. Während Lina sich eine Existenz als Schneiderin aufbaut, hilft sie nebenbei tatkräftig mit Licht in die dunkle Mordserie zu bringen. Es scheint sich eine Sekte in Ruhrort auszubreiten, Linas Neugierde und Tatendrang bringen sie in Todesgefahr.

Fazit
Eine absolut gelungene Mischung aus spannendem Krimi und historischem Roman. Die Protagonisten sind mir richtig ans Herz gewachsen und besonders die beherzte starke Frauenfigur der Lina vergisst man nicht so schnell wieder. Absolut zu empfehlen und herrliche Lektüre in diesen beginnenden Wintertagen.

Meine Wertung: 8/10

Silvia Kaffke / Das rote Licht des Mondes
Verlag: Wunderlich, Seiten: 509

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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