Simon Libsig / Leichtes Kribbeln

by Manuela Hofstätter on 28. Januar 2015

Post image for Simon Libsig / Leichtes Kribbeln

Mark Morgan ist mit seinen Eltern umgezogen und im neuen Ort ist wirklich alles völlig anders. Die Eltern reden nicht mehr miteinander, giften sich nur noch an und für Mark haben sie auch keine Zeit. Mark ist elf Jahre alt und es ist hart, seine Freunde verloren zu haben und der Neuanfang ist ganz und gar nicht gut gelaufen. Aline, ein Mädchen, das in der Klasse vor ihm sitzt, die mag er aber richtig gerne, er kann sie nicht angucken, so gern mag er sie, aber sie hat ihn verraten. Aline weiss durch einen unglücklichen Zufall von Marks grösstem Problem. Seit er kürzlich auch noch sein geliebtes Haustier verlieren musste, ist Mark Bettnässer geworden, er kämpft gegen dieses schamhafte Problem an und prompt nennen sie ihn nun Pisser. Ach Aline, warum hat sie das ausplaudern müssen? Mark ist nämlich kein Pisser, eigentlich ist er ein Held, so wie die Helden in seinen Geschichten und er hat Köpfchen und Fantasie. Beherzt will Mark die Kinder seiner Klasse erobern, vielleicht ja auch Aline, er braucht dringend wieder Freunde. Doch die Kinder lassen ihn alleine zurück beim Verstecken spielen im Wald, im legendären Teufelswald. Mark ist traurig, er muss heulen, kehrt heim und weiss, den Eltern erzählt er das nicht. Mark kann Fieber vortäuschen, sogar sein Vater, der grosse Chirurg, glaubt ihm. Morgen soll er nicht in die Schule gehen, nicht mit Fieber. Doch als der Vater später nach seinem Sohn sehen will, steht das Fenster im Kinderzimmer offen und von Mark fehlt jede Spur. Die Eltern sind nicht die Einzigen, welche eine Heidenangst kriegen und um Mark bangen, nein, das tun noch viele andere und manche von ihnen mit guten Gründen. Das Dorffest wird abgebrochen, jetzt sind sie ein riesiger Suchtrupp, sie suchen Mark im Wald in dieser stürmischen Gewitternacht und so Gewitter sind besonders gefährlich im Wald. Was ist passiert? Wo ist Mark und nimmt diese Geschichte ein gutes Ende?

Simon Libsig / Leichtes Kribbeln

Fazit: Ein mutiger Junge, eine Ameise und ein Penner, alle Helden!
Libsigs Geschichte ist einfach grossartig, dieses leichte Kribbeln fährt unter die Haut und diese Geschichte bleibt unvergesslich. Mark ist ein herrlicher, cleverer Junge und alle Figuren um ihn herum ringen mit ihrer eigenen Version der Ereignisse. Dieses Buch muss man lieben, es ist ungewöhnlich, betörend, ein Kunstwerk und zudem so schräg wie herzerwärmend.

Meine Wertung: 9/10

Simon Libsig / Leichtes Kribbeln
Verlag: Knapp, Seiten: 147

 

Manuela Hofstätter

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
Manuela Hofstätter
Share on Pinterest
There are no images.
Share with your friends










Submit

{ 0 comments… add one now }

Leave a Comment