Simon Libsig & Nicolas d’Aujourd’hui / s’Postfächli 737

by Manuela Hofstätter on 31. Januar 2015

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Mimi ist ein frohes Mädchen, bloss eine Grossmutter, so eine hätte sie auch sehr gerne. Die andern Kinder erzählen oft Herrliches von Ihren Grossmüttern, die haben nämlich Zeit, Schokolade und Geduld, nehmen ihre Enkelkinder in die Arme, das möchte Mimi auch haben. Mimis Grosseltern sind alle schon im Himmel, sie haben es da gut, aber was nutzt das Mimi? So stibitzt Mimi am Kiosk bei der Frau Meier, der älteren Kioskfrau, allerlei Süssigkeiten, um diese dann in der Schule mit der fröhlichen Bemerkung zu verteilen, die Sachen habe ihr alle die Grossmutter geschenkt. Die Kinder haben Freude und Mimi wiederholt ihre Tat, doch dann reicht es der Kioskfrau Meier und sie wird richtig wütend. Mimi muss für Frau Meier nun etwas erledigen und so kommen die Dinge wieder in Ordnung. Aber es wird noch viel, viel besser für Mimi, Frau Meier zeigt ihr, wie man einen richtig tollen Haarknoten hinbekommt und sie schimpft auch nicht, wenn Mimi ihr von schlechten Schulnoten berichtet. Mimi hat sich also eine Grossmutter geangelt, einfach so.

D Mimi isch es fröhlichs Meitschi, nur es Grosi hättis haut o sehr gärn. Die andere Chind verzelle viu Herrlichs vo ihrne Grosis, wo nämlich Zyt hei, Schoggi und Geduld, wo ihri Enkelchinder i Arm näme, das wett d Mimi o ha. Mimis Grosseltere si scho alli im Himmu, si heiges dört guet, aber was nützt das dr Mimi? So stibitzt d Mimi am Kiosk bir Frou Meier, der ältere Kioskfrou, allerlei Süässigkeite für die de ds verteile ir Schuel mir der fröhliche Bemerkig, die Schläcksache sige alli vom Grosi. D Chind hei fröid u d Mimi wiederholt die Tat, doch denn längts der Frou Meier u si wird richtig wüätig! D Mimi muess für d Frou Meier öppis erledige u so chöme die Sache wider i d Ornig. Aber es wird no viu viu besser für d Mimi, d Frou Meier zeigt ihre, wie me es richtigs Pürtzi steckt u sie schimpft o nid denn, wenn d Mimi ihre vo ihrne schlächte Note brichtet. D Mimi het sich also äs Grosi ganglet, eifach so.

Simon Libsig & Nicolas d'Aujourd'hui / s'Postfächli 737

Fazit: Es gits auso doch no, ds Schwizer Mundartbiuderbuech!

Die Geschichte vom kessen, kleinen Mädchen, das auszieht und sich eine Freundschaft erobert, ist eigenwillig und frech gezeichnet und erzählt, erobert die Herzen im Sturm. Endlich einmal einfach ein fröhliches Bilderbuch, eine Geschichte, die gute Laune macht!

D Gschicht vom kesse, chlyne Meitschi, wo uszieht u sich e Fründschaft eroberet, isch eigewillig u fräch zeichnet u verzellt, eroberet d Härze im Sturm. Ändlech mau eifach es fröhlichs Biuderbuech, e Gschicht, wo gueti Luune macht, o wenns e Aargouer uf aargouerdütsch het gschribe! :-)

Meine Wertung: 8/10

Simon Libsig & Nicolas d’Aujourd’hui / s’Postfächli 737
Verlag: Nix-Productions (http://www.nix-productions.net), Seiten: 47

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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