Stephanie Gränicher / Foodparadies

by Manuela Hofstätter on 1. Juni 2018

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Das Einkaufszentrum in Dennburg hat eine leere Ladenfläche im Angebot, gleich zwei Frauen nehmen dies ganz bewusst wahr, denn beide hegen sie schon lange den Traum, sich in die berufliche Selbstständigkeit zu wagen. Reggie, impulsiv, Mutter von Jan und frisch getrennt von Ehemann Kurt, der beschlossen hat, diese unglückliche Ehe nun zu verlassen, träumt vom eigenen Reisebüro, trauert immer noch einer alten Liebe nach und findet den Zeitpunkt heikel, um jetzt durchstarten zu wollen. Chantal, die elegante Dame, versteckt ihre Gefühle hinter ihrer schönen Fassade, ihr Exmann hat sie betrogen, sie hat das immer noch nicht verkraftet, Tochter Larissa ist schwierig drauf und spielt Fussball, was Chantal nicht so ganz verstehen kann. Chantal arbeitet im Herrenmodegeschäft, träumt aber von ihrer eigenen Kleiderboutique. Die beiden so unterschiedlichen Frauen prallen aufeinander und wollen nun ihre gemeinsame Geschäftsidee durchziehen, bald schon wollen sie die Eröffnung ihres Geschäftes “Wenn Kleider reisen“ feiern. Es gibt also viel zu tun für die beiden Frauen, aber schaffen sie es auch, Freundinnen zu werden? Was die beiden Frauen nicht wissen, ist, dass ihre Kinder gerade einen Draht zueinander aufbauen, was wirklich toll ist, denn Jan ist einsam und fühlt sich mit seiner Liebe zu Tieren oft als Freak, er hat einen Hamster, möchte aber so gerne auch eine Schlange sein Eigen nennen. Larissa ist immer alleine, als Torwartin erscheint sie ihrem Trainer Tom immer verschlossen bis sogar traurig, sie verkraftet die Trennung ihrer Eltern schlecht. Tom der Trainer staunt nicht schlecht, als er herausfindet, wer Larissas Mutter ist, seine grosse Jugendliebe Reggie und nun wäre sie vielleicht wieder frei, hat er noch eine Chance bei ihr, kann er das Missverständnis aus der Vergangenheit aufklären? Chantal begegnet einem Mann ihres Geschmacks, endlich einmal wieder Schmetterlinge im Bauch, dumm nur der Moment, als sie herausfindet, dass Kurt ja Reggies Kurt ist. Alle kaufen sie im Foodparadies des Einkaufszentrums ein, und dort kann man die junge Studentin Lisa an der Kasse beobachten, die den schönen Florian, der modelt, anhimmelt und er sie, doch auch die junge Generation tut sich schwer in Liebesdingen. Florian ist menschenscheu und Lisa hat eine Schlangenphobie. Chantal und Reggie haben Probleme mit ihrer Bank, denn diese akzeptiert ihren Businessplan nicht. Doch zum Glück kommt da der früh pensionierte Felix gerade richtig, er ist seiner Frau Marie schon ziemlich mit seiner Reorganisation im Haushalt auf die Nerven gegangen. Doch Felix und Marie lieben sich schon seit vielen Jahren, sie bekommen alles in den Griff. Als dann im Zentrum eine Reptilienausstellung stattfindet und ein Python ausbricht, herrscht Action pur.

Fazit: Das Leben und Lieben mehrerer Generationen.
Hier tauchen wir ein in das Leben mehrerer Protagonisten, welche alle mit ihrer Situation, beruflich, familiär, mit ihren Ängsten oder in Liebesangelegenheiten am Ringen sind. Beeindruckt hat mich das Können der Autorin, sich in alle Altersschichten einfühlen zu können, wir mögen diese Leute im Buch und haben sie sofort bildhaft vor Augen. Auch an einer guten Portion Humor fehlt es dieser Geschichte nicht. Das Debüt von Stephanie Gränicher ist genau das richtige Buch für entspannte Lesestunden. Ich finde, dieser heitere Roman vermittelt viel Lebensfreude und macht Mut für Neuanfänge. Allen Leserinnen und Fans der Bücher von Blanca Imboden gefällt das “Foodparadies” sicherlich auch.

Meine Wertung: 7/10

Stephanie Gränicher / Foodparadies
Verlag: Bucher, Seiten: 310

Manuela Hofstätter

Manuela Hofstätter

Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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