Stephen King / Joyland

by Manuela Hofstätter on 13. Juli 2013

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Anfang der 70er Jahre, Devin ist ein melancholischer, junger Student, dessen Herz gerade gebrochen wurde. Wendy, seine erste grosse Liebe, hat ihn sitzen gelassen. Ein bisschen traurig also der Abschied von seinem Vater, aber gerade willkommen eigentlich, der Sommerjob weit weg an der Küste von North Carolina, wo Devine in einem Vergnügungspark, im Joyland arbeiten will. Devine trifft auf eine liebenswerte Dame, welche ihm ein Zimmer anbietet, er geniesst es, jeden Morgen und Abend dem Strand entlang nach Joyland zu laufen und er mag die harte Arbeit im Park. Sogar richtig gute Freunde findet Devine, doch die Traurigkeit wohnt in ihm, er kann Wendy einfach nicht vergessen und nimmt drastisch ab. Die Arbeit ist vielseitig, doch er ist derjenige, der den härtesten Job am besten meistert, keiner trägt das Fell wie Devine und macht die Kinder so glücklich wie er. Bald wissen Devine und seine Freunde so einiges aus dem Parkalltag und seiner Geschichte, es heisst, es spuke in Joyland und zwar in der Geisterbahn, dem “Horror House”, dort wurde vor vier Jahren eine junge Frau brutal ermordet, und der Mörder nie gefasst. Die Wahrsagerin des Parks scheint Devine auch gern zu haben, sie prophezeit ihm zwei ganz besondere Begegnungen. Als der Sommer zu Ende geht, beschliesst Devine ein ganzes Jahr in Joyland zu bleiben, nicht nur sein Schmerz ist noch nicht vergangen, nein, es gefällt ihm das Leben im Park und die Tatsache, dass sein Freund Tom tatsächlich im “Horror House” den Geist der ermordeten jungen Frau gesehen hat, ist sicherlich auch ein Grund. Devine lässt dieser Mord keine Ruhe. Am Strand lernt Devine Annie Ross und ihren schwer kranken, im Rollstuhl sitzenden Sohn Mike kennen. Mike kann Lachen wie kein anderer Mensch und dies tut er, als Devine seinen Drachen zum Fliegen bringt, seiner Mutter wollte das nicht gelingen. Mike ist ein ganz besonderer Junge, er sieht mehr als anderer Menschen und scheint oft gar Gedanken lesen zu können. Devine will Mike seinen grössten Wunsch erfüllen, einen Tag im Joyland verbringen zu dürfen. Annie kann überzeugt werden und es wird ein märchenhafter Tag für Mike. Aber dann überschlagen sich die Ereignisse. Devine erkennt, wer der Mörder ist, aber dieser ist ihm einen Schritt voraus.

Fazit: King gelesen, richtig überrascht, ein gutes Buch!
Ich und King Lesen, das geht gar nicht! Irren ist menschlich und im Fall von “Joyland” richtig gut. Dieser Roman bietet so vieles; Entwicklungsroman einerseits, Krimi und natürlich auch eine Prise Liebe, aber was mir am Besten gefällt, eine neue Welt, gut beschrieben. Das Leben in einem Vergnügungspark, der Slang der Schausteller dort und die Stimmung. “Joyland” hat etwas Übersinnliches, ja, aber das ist so stimmig, so ganz und gar glaubhaft, dass es mich eben fasziniert hat. Sogar Tränen vergiessen kann Frau und vielleicht auch so mancher Mann beim Lesen. Ich bin begeistert!

Meine Wertung: 8/10

Stephen King / Joyland
Verlag: Heyne, Seiten: 352

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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