Susanne Fröhlich / Feuerprobe

by Manuela Hofstätter on 4. Dezember 2016

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Andrea Schnidt hat einen rauschenden 50. Geburtstag gefeiert, ihr neuer Liebster Paul hat ihr eine Kreuzfahrt geschenkt, besser könnte es gerade nicht laufen. Ihre Tochter ist ja bereits ausgezogen, studiert zugegebenermassen etwas, womit sich Andrea nicht gerade brüsten kann und das sie selbst nicht so richtig kapiert, und der Herr Sohnemann, der hängt, oder besser liegt nun schon ein Jahr lang nur noch rum in der Wohnung. Andrea wollte nicht die panische Mutter geben, ihm Zeit lassen, nach dem Abitur etwas Erholung gönnen, aber was genug ist, ist genug, zudem muss sie manchmal wirklich fast nachschauen, ob er Sohn noch lebt, so perfektioniert hat dieser das Liegen. Auch die eigene Mutter, welche wegen ihrer Demenz nun eine Pflegefrau im Haus hat, bereitet ein wenig Kopfzerbrechen, denn die Pflegerin Malgorzata scheint es faustdick hinter den Ohren zu haben und der Lebensstil der einst taffen, eleganten Mutter verändert sich auf beängstigende Art und Weise. Aber was solls, denkt sich Andrea, das Leben will gemeistert werden, darin hat sie ja nun gewiss Übung und nicht jeder Tag kann ein Fünfsternetag sein, zum Glück steht ja die Kreuzfahrt bevor. Wohin wird es wohl gehen? Ein teurer Lederbikini wird euphorisch gekauft, erleichtert hat Andrea auch ihr Sieg im Gespräch mit Paul, sie darf seinen Koffer packen, denn sein Stil ist nicht so derjenige welche. Es kann losgehen, Sonne, aufregende Landgänge, leider kommt auch Pauls Tochter, die hochnäsige Alexa mit auf die Kreuzfahrt, aber das kann Andreas Freude nicht trüben. Die Kreuzfahrt allerdings stellt tatsächlich alle Vorstellungen, die sich Andrea gemacht hat, in den Schatten und Alexa ist gar nicht so übel, aber es kommt noch weitaus turbulenter, als es ohnehin schon ist. Tja, Fünfsternetage müssen eben hart erarbeitet werden.

Susanne Fröhlich / Feuerprobe

Fazit: Fröhlich, fröhlicher am Fröhlichsten!
Andrea Schnidt ist wieder da und das heisst beste Unterhaltung und eben Fröhlichkeit, die beim Lesen ganze Lachsalven auslösen kann. Die Romane von Frau Fröhlich sind wunderbar zu lesen in gewissen Zeiten, insbesondere im Dezember, da ist Lachen eine willkommene Ablenkung vom ganzen Weihnachtsbrimborium. Andrea muss man einfach lieben!

Meine Wertung: 8/10

Susanne Fröhlich / Feuerprobe
Verlag: Krüger, Seiten: 320

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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