Thomas Lang / Am Seil

by Manuela Hofstätter on 28. März 2006

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Ein Sohn ist auf einem Weg, er hat für sich beschlossen, dass es der letzte sein sein soll. Auf einem gestohlenen Motorrad, fährt er ins Pflegeheim, er will seinen Vater noch einmal sehen, jahrelang sa er ihn nicht. Er hat auch Angst vor der Begegnung, immer lag er in Streitereien mit seinem Vater. Es war ein so gesunder vitaler Vater, kein Wunder, Sportlehrer, aber es ist auch ein Vater der immer alles besser weiss und dies hat den Sohn schon immer beelendet. Ja, er war nicht der Wunschsohn, nie, eher dicklich, dem Alkohol sehr zugeneigt, bloss durch einen glücklichen Zufall kam er zum Fernsehen, dort ist er schändlich verabschiedet worden, vergriff sich an einer Kollegin ect… Dann dieser Autounfall, das blutjunge Leben neben ihm fand dabei den Tod. Nun ist er auch am Ende, eigentlich weiss er gar nicht, wieso er sich diese Begegnung mit seinem Vater antun will, aber dann steht er doch vor dieser Tür und schliesslich vor dem Vater. Alt ist er geworden und krank, doch da steht tatsächlich sein Sohn vor ihm, er möchte ihm so viel sagen, ihn allerlei fragen. Vater und Sohn machen sich vielerlei Gedanken, der Weg zueinander scheint aber gänzlich unmöglich. Der Vater hat einen Wunsch, er hat einen Wagen und will darin von seinem Sohn zum Haus gefahren werden, wo sie als Familie gelebt hatten. Das Haus und die Umgebung sind leer und tot, genau so will der Vater auch bald sein, tot. Schliesslich hängt das Leben der beiden Männer nicht nur sprichwörtlich, nein tatsächlich an einem Seil und zwar am selben.

Fazit
Aufrührende Vater Sohn Geschichte, welche im Drama eine plötzliche Lösung findet. Ein Sohn der nie so sein konnte, wie er es für diesen Vater doch sein wollte. Besonders eindrücklich finde ich auch die Beschreibung des Alters und seiner Gebrechen, die Ohnmacht des dahin vegetierens im Heim.

Meine Wertung: 5/10

Thomas Lang / Am Seil
Verlag: C.H. Beck, Seiten: 174

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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