Tom Liehr / Stellungswechsel

by Manuela Hofstätter on 10. Dezember 2007

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Frank und Sabine sind eigentlich ein glückliches Paar, doch nun hat Frank seinen kleinen Job als Kolumnist bei einer Frauenzeitschrift verloren und Sabine gibt ihm den Laufpass. Eigentlich ist Frank der totale Frauenversteher und dann so etwas. Na ja, seinem guten Freund Olli geht es echt auch nicht besser. Olli hat einen kleinen Feinkostladen und ist ein wahrer Zauberer am Herd, bloss was nutzt seine Leidenschaft, wenn dass die Kundschaft nicht mitkriegt und sein Geschäft absolut nicht läuft. Ja und dann haben wir da noch Gy, der Macho und Polizist in einem ist, gewiss kriegt er so manche Frau ins Bett, aber eigentlich ist er einsam und hat keine Ahnung von Liebe oder Frauen, aber es fehlt ihm eigentlich etwas, wenn er ehrlich ist. In der Not entsteht eine verrückte Idee der Freunde, sie wollen einen Escort-Service für Frauen aufbauen, gewiss eine Marktlücke. Mit im Boot sind dann bald auch noch der blutjunge, völlig unerfahrene Lasse mit den grossen Träumeraugen und der etwas steife Herr Giselher, der nicht verstehen kann, wie er als so guter Manager arbeitslos werden konnte. Also machen sich die fünf Männer ans Werk, es gilt, Bodys zu stählen, wenn auch nur Ansatzweise, im Gespräch zu lernen, was Frauen mögen, da kann Frank ganz gute Ratschläge einfliessen lassen. Ja, es ist gar nicht so leicht, eine solche Geschäftsidee aufzuziehen. Als Lasses Mutter von der Idee hört, ist sie erstmals erleichtert, dass ihr Sohn nicht etwa Männer beglücken will, sondern ausschliesslich Frauen und so hilft sie gleich tatkräftig mit und lernt ihrem Sohn den Umgang mit Präservativen. Es ist so weit, die Internetseite der Geschäftspartner steht, “Deutsche Feinkost zum Anfassen” wartet nervös auf erste Aufträge. Inzwischen ist auch Giselher ganz aufgeklärt und weiss, dass es ums alles geht, schliesslich werben sie ja mit der nicht unbescheidenen “Orgasmusgarantie”. Am ersten Abend tut sich gar nichts, Enttäuschung will sich breit machen, aber dann geht es los. Aber wie das ganze heraus kommt, für jeden Einzelnen, dass ist wirklich echt einzigartig!

Fazit
Für einmal hat der Autor zum bereits bestehenden Film einen Roman geschrieben und das ist gut gelungen. Ich habe auf jeden Fall herzhaft lachen können. Die Geschichte hat mich an “The full Monty” erinnert und dort musste ich auch dermassen lachen. Durch eine virtuelle Leserunde bei der auch Tom Liehr dabei war, wurde mir klar, dass es ein noch grösserer Genuss sein muss einen “urechten” Liehr zu lesen, und dass werde ich bald tun.

Meine Wertung: 6/10

Tom Liehr / Stellungs Wechsel
Verlag: Aufbau, Seiten: 223

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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