Tomás González / Das spröde Licht

by Manuela Hofstätter on 22. November 2012

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Er malt und er weiss, er kann dies nur, weil ihn seine Frau Sara so bedingungslos unterstützt hat. Es gab karge Zeiten, aber das Leben hat sie reich belohnt, sie haben drei Söhne und sich die Liebe untereinander bewahrt. Aber ein Unfall ändert so manches, der älteste Sohn Jacobo ist fortan vom Hals an abwärts gelähmt, mit dieser schrecklichen Tatsache käme die Familie zurecht. Doch Jacobo leidet an unermesslichen Schmerzen, seinen Körper, welchen er eigentlich nicht mehr spürt, bereitet ihm diese immer mehr. Die Hilflosigkeit gegenüber diesem Leiden, die ist unerträglich, ein Bruder lernt Jacobo zu massieren, das Einzige was eine kleine Linderung erreichen kann, und sie haben wirklich alles probiert. Dann der Entschluss, Jakob unternimmt eine letzte Reise mit seinen Brüdern, das Ziel soll sein Freitod sein. Lange Telefonate drücken die Trauer Angst und Hoffnung aus, jeder möchte das Jacobo nicht mehr leiden muss doch keiner will, dass er stirbt. Das Leben hat dem Maler schon vieles genommen, früh einen Sohn und auch zu früh seine Sara, dann fast sein Augenlicht, doch was es auch gebracht oder genommen hat und noch bringt und nimmt, er ist nicht traurig, ja melancholisch oft, aber immer auch dankbar für alles und bereit das noch zu geniessen, was das Leben ihm noch bereithält. Als er nicht mehr malen kann, schreibt er, langsam mit einer Lupe zurückgezogen in den Bergen. Seine Erinnerungen tragen uns mit zurück nach New York zu dieser Geschichte.

Fazit: Eine Ode an das Leben mit all seinen Facetten!
Eine einzigartige Geschichte über das Leben und Lieben und eine Familie, welche sich die Liebe und Achtung füreinander stets als höchstes Lebensziel bewahrt. So ist selbst das Traurige auf seine Art und Weise wunderschön und wahr, das Leben lebenswert, es gibt immer etwas, das Freude bereitet, wenn man das Herz hat, sich freuen zu wollen. Dieses Buch tut einfach gut!

Meine Wertung: 8/10

Tomás González / Das spröde Licht
Verlag: S.Fischer, Seiten: 172

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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