Vladimir Sorokin / Der Schneesturm

by Manuela Hofstätter on 8. November 2012

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Garin, ein russischer Landarzt will während eines Schneesturms dringend Pferde und einen Kutscher finden, er will ins abgelegene Dorf Dolgoje gelangen und dies so schnell als nur irgend möglich. In Dolgoje soll eine kuriose Seuche ausgebrochen sein und es gilt die Menschen dort möglichst schnell impfen zu können, bevor sie sterben oder Schlimmeres aus ihnen wird. Schliesslich kann Garin nur den Brotkutscher Kosma, ein einfaches Gemüt von Mann, aufbieten, um ihn zu fahren. Kosmas Schneemobil wird von fünfzig Kleinstpferden in der Grösse eines Huhnes gezogen. Was die ungleichen Männer erleben, ist eine harte Reise durch die Kälte und voll von absonderlichen Ereignissen. Eine Nacht müssen sie sich gar beim Kleinwüchsigen, dem Müller dem eigensinnigen und versoffenen, aufhalten. Für Garin allerdings wird diese Nacht doch recht erfreulich und dies hängt mit der Müllerin zusammen, sie ist nicht wirklich eine Augenweide, aber sie ist genau das was einem Mann gut tut in einer kalten Nacht. Die Reise geht weiter und wird nicht einfacher, ob sie je Dolgoje lebend erreichen?

Fazit: Fantastisch anders!
Diesen Roman kann man nicht so einfach einordnen, er hat viele fantastische Elemente, wie etwa Zwerge, Riesen, Kleinstpferde, ein Radio mit “lebendigen” Bildern oder eine Wunderdroge, aber er darf eigentlich auch gut bei den Klassikern hingestellt werden. Sorokin ist ein zeitgenössischer russischer Autor, aber “Der Schneesturm” lässt sich durchaus etwa mit Tolstois Werken vergleichen. Darum bin ich froh, habe ich mich auf diesen Roman eingelassen, wahrlich einmal eine völlige Neuentdeckung, beeindruckend, kühn und erfrischend!

Meine Wertung: 7/10

Vladimir Sorokin / Der Schneesturm
Verlag: Kiepenheuer & Witsch, Seiten: 207

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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