Volker Klüpfel & Michael Kobr / Grimmbart

by Manuela Hofstätter on 1. Oktober 2014

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Kluftinger und sein Team müssen sich an ein neues Oberhaupt gewöhnen und dieses ist noch dazu eine Frau. Die neue Chefin will so einiges umkrempeln in den Polizeidienststellen, Klufti soll seine Männer beurteilen und so einen empfehlen, der dann einen Bonus erhalten soll, aber auch regelmässiges Schiesstraining gehört neu zum Pflichtprogramm und nun ja, Klufti und sein Team haben darin, milde ausgedrückt, nicht gerade Übung. Klufti hat ohnehin noch ein ganz anderes Pflichtprogramm, die Hochzeit seines Sohnes mit einer bezaubernden Japanerin steht unmittelbar vor der Tür und darum ist es äusserst unbequem im Heim Kluftinger. Alleine die Vorstellung, einen neuen Anzug kaufen zu müssen, graut Klufti ungemein und jetzt kommt die Familie der Braut direkt aus Japan in Kluftis Haus, das werden garantiert turbulente Tage bis zur Hochzeit. Zum Glück hat Klufti einen Fall, das erlaubt ihm, oft von zu Hause fernzubleiben, im düsteren Schlossgemäuer wurde die Baronin Grimmbart auf seltsame Art und Weise hingerichtet. Klufti kommt nicht gut zurecht mit dem Adel und der Baron trauert um seine Frau einerseits, scheint aber auch irgendetwas bewusst zu verbergen. Die Ermittlungen bringen Kurioses aus der Familiengeschichte des grimmbartschen Adels ans Tageslicht, aber auch Spuren aus der Gegenwart sind vielversprechend. Es finden allerlei Veranstaltungen statt in den alten Gemäuern, einige davon nachts und diese sind nicht eben märchenhaft. Märchenhaftes bietet das alte Schloss und der Wald, der dazugehört allerhand, einerseits gehört das in der Tat aber in die Welt der Literatur, andererseits aber ist die Wahrheit schlimmer, als die oft brutale Geschichtenwelt der Märchen. Klufti ermittelt, leitet sein Team und die Geschicke in seinem Heim wie immer, eigenwillig, unvergleichlich und am Ende schlicht legendär.

Volker Klüpfel & Michael Kobr / Grimmbart

Fazit: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch Heute!
Der neue Kluftiger ist da und er entführt uns in ein recht schauderhaftes Märchenschloss, macht uns vertraut mit japanischer Kultur und deren Eigenheiten und liefert uns doch auch eine fast märchenhafte Hochzeit, bei welcher Klufti einmal mehr über sich hinaus wachsen kann. Herrlich, endlich wieder lachen, im Allgäu Käsespatzen essen und sich bestens unterhalten lassen.

Meine Wertung: 8/10

Klüpfel/Kobr / Grimmbart
Verlag: Droemer, Seiten: 476

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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