Walter Moers / Das Labyrinth der Träumenden Bücher

by Manuela Hofstätter on 7. Januar 2012

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Hildegunst von Mythenmetz setzt langsam Fett an und er weiss das auch, er der grösste Schriftsteller Zamoniens ist auch gänzlich von jeglicher Inspiration verlassen und sich dies einzugestehen, das fällt einem eitlen Lindwurm wie ihm schon schwer. Aber da erreicht ihn ein eigenartiger Brief, diese Herausforderung bringt Hildegunst dazu, wieder auf Wanderschaft zu gehen. Die Reise soll nach Buchhaim führen, in die Stadt der Träumenden Bücher, den Ort, den er so geliebt hat und welchen er in Flammen stehen sah. In Buchhaim angekommen kommt Mythenmetz nicht aus dem Staunen heraus, so vieles hat sich verändert, so manche Neuheit gilt es zu erkunden und zu geniessen. Sei dies der legendäre Buchwein oder ganze Stadtteile, gebaut aus versteinerten Büchern, oder aber gar neue Wesen wie die lebenden Zeitungen oder die kultivierte Form der ehemals gefürchteten Bücherjägern, die heutigen Librinauten. Mythenmetz trifft alte Freunde wieder, aber auch die Trauer um einen solchen muss er durchleben. Schliesslich aber gilt es diese faszinierende Stadt von Neuem zu erobern und kennenzulernen, und als sich Mythenmetz mit voller Freude in den Rausch des kulturellen Lebens wirft, in dem er alle Formen des neuen Puppettismus erforscht, da bemerkt er nicht, dass er dem Ort, vor welchem er sich am meisten fürchtet, immer näher und näher kommt…

Fazit: Neues aus Zamonien
Ach geliebte Holzzeit, eintauchen in die berauschende Stadt Buchhaim, was gibt es Besseres! Moers Liebe zum Buch und zur Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und darum verzeiht man ihm auch gerne die längste Ouvertüre der Welt. Bloss wenn der liebe Autor sich nicht rasch mit einem neuen Buch aus Zamonien zurückmeldet, dann oh meine geliebten Freunde im Geiste, ich fürchte um sein wertes Übersetzerleben.

Wem diese Zeilen zu wirr sind, der hat das Buch «Die Stadt der Träumenden Bücher» verpasst und demjenigen kann ich leider auch nicht helfen… Sofort in die nächste Buchhandlung eilen und besorgen, gibt’s schliesslich ja schon im Taschenbuch.

Meine Wertung: 7/10

Walter Moers / Das Labyrinth der Träumenden Bücher
Verlag: Knaus, Seiten: 427

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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1 Helena Januar 7, 2012 um 22:51

Tja, ich hab mir das Buch zu Weihnachten schenken lassen, es fieberhaft verschlungen und dann wurde ich immer ungeduldiger und unzufriedener, weil sich das Ganze nicht in die Richtung entwickelt hat, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ziemlich mutig von Moers, es soll ja auch Leute geben die ein Buch dann nicht fertig lesen, seine Fans gehören da hoffentlich nicht zu.

2 Marco Januar 7, 2012 um 23:47

Die Kritiken waren ja allgemein eher schlecht, wenn ich das richtig verfolgt habe. Insofern bin ich (positiv) überrascht von der 7/10-Wertung. Fein, dann kann ich es ja doch auf die Leseliste setzen!

3 Manuela Hofstätter Januar 9, 2012 um 21:46

Moerschen sind immer Ansichtssache, seine Fans machen das gerne mit, so auch ich!! Eigentlich mag ich die Fantasysparte nicht, aber das ist bei diesem Autor so etwas Besonderes, ich bin völlig fasziniert.
Danke Helena und Marco für Eure Meinung!

Alles Liebe

Manu

4 Steffi Februar 19, 2012 um 15:05

Die längste Ouvertüre der Welt, wie passend formuliert. Ich bin ein eingefleischter Moers Fan und habe ihm und seinem Verlag die unglückliche Nummer zwar etwas krumm genommen, konnte bei der wiederholten Ideenvielfalt allerdings nicht lange böse sein. ;-P

5 Jo April 12, 2012 um 21:59

Zugegeben, ich bin überrascht, solch eine positive Kritik zu lesen. Bisher sind die Meinungen doch sehr spärlich ausgefallen. Ich erlaube mir bisher kein eigenes Urteil, da ” Die Stadt der Träumenden Bücher” auf dem SuB liegt und ich erst den Schrecksenmeister durch habe. Der hat mich allerdings begeistert.

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