Werner Schmidli / Oswalds Kater

by Manuela Hofstätter on 4. Dezember 2005

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Oswald, erfährt von seinem Arzt, dass es mit seiner Gesundheit nicht zum Besten steht, dies veranlasst ihn zum Entschluss seinem Leben ein Ende zu setzen. Diese frevlerische Tat begannen in seiner Familie schon mehrere Männer, Oskar ist Schriftsteller und weiss nichts mehr zu Schreiben und zu Leben.
Er bricht in der Schweiz alles ab und reist nach Griechenland, dort versucht er sich für seine Tat vorzubereiten, gar nicht so einfach, sich das Leben zu nehmen, dazu noch in einem Land, in welchem die Sonne scheint und das Essen so wie der zu viel getrunkene Wein derart gut schmecken. Oskar beobachtet die Katzen, welche von den Fischern ihr Futter erhalten. Da fällt sein Auge auf einen Kater, er ist alt und geschunden, ein Auge ist zugeklebt, ein Mundwinkel blutverkrustet, er erkennt sich selbst in diesem Tier, angst und bange ist sich Oskar sicher, dass dieser Kater keinen Fisch ergattern wird, bestimmt fallen die andern, gesunden Tiere über ihn her. Doch weit gefehlt, dieser Kater strahlt eine Sicherheit aus, kein anderes Tier wagt sich in seine Nähe, auch wenn er den Fisch kaum fressen kann. Oskar reist nun täglich zu dem Kater, pflegt sein Auge und füttert ihn, darob vergisst er fast gänzlich sein Vorhaben, er trinkt auch weniger und verliebt sich schliesslich sogar in eine um Jahre jüngere Griechin. Als das Paar nun zum Vulkan hochsteigt, ist in Oskar kein Gedanke an den Tod mehr und im Gegenteil, er kämpft um sein Leben.

Fazit
Etwas eigenartiger Roman eines Autors, der vor kurzem verstorben ist. Tragischerweise hört man, dass Schmidli gescheitert sei und ein Alkoholproblem hatte, dieser Roman wurde nur mit Mühe veröffentlicht. Für mich ist er dadurch anrührender, ja gewiss von autobiografischen Zügen und es sei nicht zu vergessen, dass Schmidli zahlreiche Veröffentlichungen hatte und auch zahlreiche Literaturpreise bekam.

Meine Wertung: 4/10

Werner Schmidli / Oswalds Kater
Verlag: Cosmos, Seiten: 118

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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