Wolfgang Herrndorf / In Plüschgewittern

by Manuela Hofstätter on 25. Mai 2008

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Er ist um die dreissig Jahre alt, unterwegs auf der Autobahn, ein letztes Mal mit seiner Exfreundin Erika. Während sie gerne noch über die Beziehung reden möchte prallt an ihm alles ab. Schliesslich ist er alleine unterwegs nach Berlin. Er besucht auch seinen Bruder und dessen Frau nach langem wieder, das letzte Aufeinandertreffen war eben übel ausgegangen… Er kann die Frau seines Bruders nicht ausstehen, das ist auch jetzt nicht anders, diese heile Welt nervt ihn, erscheint ihm unnatürlich und so gar nicht erstrebenswert. Dieses Mal ist es noch schlimmer denn je, das Paar wird ein Kind bekommen, ständig ist die Frau seines Bruders so freundlich, immer schiebt sie ihren dicken Bauch wie eine Trophäe vor sich her. Ekelerregend findet er den Werdegang seines Bruders, Karriere, Frau, Haus Kind, nein, da ist er ganz anders, doch eigentlich weiss er auch nicht so sicher, was mit sich selber anfangen. In der Disco fühlt er sich auch irgendwie alt inzwischen, eine neue Freundin ist gefunden, doch bedeutet das etwas? Arbeit hat er keine und er möchte eigentlich auch nicht in ein verbindliches System gehören, aber was ist es denn das Leben, ein einziger endloser Versuch einer Party?

Fazit
Herrndorfs Roman wird mit “der Fänger im Roggen” verglichen, der Roman hat mir schon nicht gefallen, auch wenn es so ein Kultbuch sein soll und diesen hier, den finde ich noch schlechter. Eigentlich gehöre ich ja genau der beschriebenen Generation an, so habe ich mich auch über ein paar Details gefreut, die auch meine Kindheit oder Jugend prägten, aber das ist mir dann doch zu wenig. Die Generation X, die ist eben doch nicht so einfach unter einen Hut zu kriegen. PS: Auch Nick Hornby wird vergleichend genannt, den finde ich aber Klassen besser!

Meine Wertung: 2/10

Wolfgang Herrndorf / In Plüschgewittern
Verlag: Rowohlt, Seiten: 184

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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