Yael Pieren / Storchenbiss

by Manuela Hofstätter on 27. August 2012

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Eine junge Frau lebt alleine in ihrer kargen Wohnung in der Stadt, sie braucht nicht viel, sie will sich an nichts hängen. Ja, sie hat Besucher, mag es, wenn sie Lärm bringen, rauchen und wieder gehen. Ganz selten fragt sie sich, ob ihre Einsamkeit wirklich gut ist, sie hat ihre Geschichte, die anderen auch. Er sass mit ihr jeweils im Restaurant, sie versuchten sich so zu geben, als ob sie gerne in Gesellschaft wären, doch dies waren sie mitnichten. Die Zeit dieses Paares ist bemessen, sie wollen, müssen und ihre Geschichte nimmt ihren Lauf. Die junge Frau aber, sie weiss von ihm, sie begegnet ihm gar ab und zu, wagt nie ihn als ihren Vater anzusprechen. Heute ist er alt, aber das Vergangene, was ihn mit Ihrer Mutter verbunden hat, ist lebendig geblieben.

Fazit: Junges Debut.
Eine neue Stimme einer jungen Autorin mit deutsch-ungarischen Wurzeln bringt uns der Rotpunktverlag näher. Ganz selten muss ich einfach die blosse Gestaltung eines Buches erwähnen, weil es aus der Masse heraus sticht, “Storchenbiss” ist wundervoll gemacht, ein geheimnisvolles schlichtes und doch edles Büchlein. Die Sprache Yael Pierens ist eigen, es zeigen sich uns Sätze von ungewohntem Klang, die Geschichten ihrer Protagonisten sind verworren, zuweilen vermochte ich sie nicht ganz zu verknüpfen und fand mich nicht ganz zurecht in diesem Roman. Vielleicht ein Tipp für alle, die sich gerne auf etwas Neues einlassen mögen?

Meine Wertung: 5/10

Yael Pieren / Storchenbiss
Verlag: Rotpunktverlag, Seiten: 175

Manuela Hofstätter

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Habt keine Angst vor Büchern! Ungelesen sind sie ganz harmlos.
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